Mittwoch, 12. März 2014

Der Medicus - Noah Gordon

Ich muss mal langsam meine ganzen zuletzt gelesenen Bücher rezensieren. Daher werden sich solche Einträge hier jetzt sicher häufen ;)

Klappentext: Rob Jeremy Cole ist gerade neun Jahre alt als er im Jahre 1021 von einem fahrenden Bader als Gehilfe angenommen wird. Dieser Croft ist nicht nur ein Genie, was den Verkauf seiner Elixiere und das Behandeln verschiedenster Leiden anbetrifft, sondern auch ein grosser Lebenskünstler. Der Bader lehrt Rob jedoch nicht nur die Grundlagen der Heilkunst sondern auch die Furcht vor der katholischen Kirche, da Bader in jenen Tagen häufig als Hexer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden.
Eines Tages hörte Rob von der berühmten medizinischen Akademie in Isfahan und beschliesst nach Persien zu pilgern und Arzt zu werden Doch sine Reise dorthin dauert Jahre und schliesslich verbringt er lange Zeit als "Jude" unter den islamischen Einwohnern Isfahans, bevor er als ausgebildeter Medicus wieder nach England zurückkehrt.

Meine Meinung: Hiermit habe ich nach langer Zeit mal wieder einen echten Klassiker gelesen. Ich behaupte nun einfach mal, dass der Medicus einer ist, denn gehört habe ich von dem Buch schon soo oft, dass ich es nicht zählen kann. Und fast jeder, den ich frage, hat es schon gelesen. Als dann letztes Jahr der Film in die Kinos kam, wollte ich zuerst das Buch lesen, bevor ich den Film schaue und so habe ich mir das alte Exemplar meiner Mutter geschnappt. Von dem habe ich momentan natürlich auch kein Bild, das Buch liegt auch schon in einer Umzugskiste. Das Buch von meiner Mama ist aber eh total zerlesen, also es hätte kein superschönes Foto ergeben.

Vorab muss ich hier eines sagen: Das Buch ist kein Pageturner. Man sitzt nicht mit Herzklopfen auf dem Sofa weil es so spannend ist. Es ist eher ein historischer Roman, der einem einen Einblick in das frühe Mittelalter und die frühen Zeiten der medizinischen Forschung. Trotzdem liest sich das Buch wirklich gut und ich habe mich nie gelanweilt.
Zu Begin lernt man den kleinen Jungen Rob Jeremy Cole kennen. Seine Familie ist sehr arm und als seine Mutter nach der Geburt eines weiteren Kindes stirbt, geht es der Familie noch schlechter. Für Jeremy ist es besonders hart, denn er hat den Tod seiner Mutter gespürt. Nicht wie eine Vorahnung, die einen überkommt, sondern eine Gewissheit, als er sie eines Tages am Krankenbett berührt hat. Kurze Zeit später wird auch sein Vater krank und auch bei ihm kann Rob den Tod vorausahnen.
Als kleiner Junge ist er damit vollkommen überfordert und zu allem Überfluss werden er und seine Geschwister auch noch getrennt, denn jeder kommt in eine andere Pflegefamilie. Für Rob findet sich zunächst kein Platz, doch schließlich lernt er einen Bader kennen, der ihn nach einigem Zögern in die Lehre nimmt. Von da an bessert sich Robs Leben, denn der Bader bringt ihm wichtige Grundlagen den Medizin bei und vor allem lehrt er ihn, gutes Essen zuzubereiten.
Mit der Zeit erkennt Rob, dass Medizin sein Leben ist und er sein Wissen vertiefen möchte. Zudem erkennt der Bader seine Gabe und Rob lernt, damit umzugehen. Als der Bader schließlich stirbt und Rob von einem berühmten Arzt in Persien hört, macht er sich auf den Weg in das ferne Land, um Medizin zu studieren. Doch nicht nur die Reise dorthin ist lang und gefährlich, die Schule nimmt nämlich nur Juden auf....
Das Buch lässt einen am kompletten Leben von Rob Cole teilhaben. Man lernt ihn von klein auf kennen und sieht seine Entwicklung. Im Prinzip hat das Buch 3 große Etappen. Die erste spielt in England, während Rob mit dem Bader umherzieht. Die zweite beschreibt seine Reise nach Isfahan, auf der er Menschen kennen lernt, die sein Leben verändern. Und die dritte spielt in Isfahan, wo er Medizin studiert und Freunde fürs Leben findet und versucht, im Einklang mit der Religion Medizin zu studieren.
Das Lesen dieses Buches hat nicht nur Spaß gemacht, es war auch sehr lehrreich. Ich habe zum ersten Mal richtig intensiv darüber nachgedacht, wie die medizinische Versorgung im Mittelalter funktioniert hat und wie schwer es war, Erkenntnisse über den menschlichen Körper zu erlangen, zumal viele Religionen das Aufschneiden von Körpern verbietet.
Nebenbei ist die Entwicklung von Rob großartig beschrieben, sodass er einem wirklich ans Herz wächst.
Ein sehr schönes Buch!
(Heute haben Tommy und ich unsere Waschmaschine angeschlossen und ich habe den Keller gefegt. Sind ja in letzter Zeit so viel hoch und runter gerannt, da wollte ich das einmal wieder ordentlich machen. Und soebem bin ich dann zu meinen Eltern gefahren, um mit Maike ein bisschen TV zu schauen und weiter meine Sachen zu packen. Habe nun schon 3 Bücherregale und meinen Schrank über dem Bett leer. Zudem meinen Kleiderschrank und meine Knüsselecke :D. Ich komme also recht gut voran :))

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