Mittwoch, 11. Juli 2018

The Sandcastle Empire - Kayla Olson


Summary: Before the war, Eden’s life was easy—air conditioning, ice cream, long days at the beach. Then the revolution happened, and everything changed.

Now a powerful group called the Wolfpack controls the earth and its resources. Eden has lost everything to them. They killed her family and her friends, destroyed her home, and imprisoned her. But Eden refuses to die by their hands. She knows the coordinates to the only neutral ground left in the world, a place called Sanctuary Island, and she is desperate to escape to its shores.

Eden finally reaches the island and meets others resistant to the Wolves. But their solace is short-lived when one of Eden’s new friends goes missing. Braving the jungle in search of their lost ally, they quickly discover Sanctuary is filled with lethal traps and an enemy they never expected.

This island might be deadlier than the world Eden left behind, but surviving it is the only thing that stands between her and freedom.


My opinion: While I loved reading New World, the other book that came with my Make it out alive Box from Owlcrate, I struggled a lot with this one. The story begins promising at the beach where Eden lives alone since a group called the Wolfpack rule the world in a very brutal way.After a short incident Eden finds herself on a boat off to freedom (at least she thought that). But she is not alone but with three other girls who managed to escape. Alexa, Hope and Finnley. All four seemed like characters with great potential. But sadly they all remain very facile. From time to time I got the impression all Alexa and Eden can think of is boys. At the same time I missed the worldbuilding. When they arrive at another island it seems to be a stereotype jungle with an old temple and suddenly three boys appear on the beach so the group is complete. And I also have an advice for all the dystopian authors: There are many more countries in this world than Amerika. It would make sense to consider them from time to time, so the story would become more complex.



The thing about setting a dystopia so close to modern day is that there are so many things to consider and Olson does neither of those. The author chooses the easy path instead and doesn't explain enough things for the Reader and a lot of things seemed to happen for no reason. Also the plot twists weren't big surprises for me.


All in all I just didn't care about the plot and the characters so the reading took me a very long time. I'm always sorry when I have to say something like this about a book but not every story is a good story. And as we know tastes can be different. I read a lot of positive reviews about this book.
So no recommendation from me but maybe you will like it though.


Would you read this book again? No I won't. And I won't read the second book of the series as well.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Owlcrate Box März 2018 - Across the galaxy

Obwohl ich immer noch total begeistert bin von Owlcrate, überlege ich seit einigen Monaten, mein Abo für eine Zeit lang zu kündigen. Ich will einfach wieder etwas mehr sparen und das sind halt so Dinge, bei denen das am ehesten klappt. Als ich das Thema der Märzbox gehört habe, hätte ich die Chance vielleicht ergreifen sollen, denn das Thema Weltall ist einfach nicht so meins. Ich konnte mich dann allerdings doch nicht überwinden und seitdem habe ich leider auch bei jedem Thema gedacht "Neee, also das muss ich noch mitnehmen :D". Soo traurig bin ich darüber natürlich nicht, weil auch die Across The Galaxy Box wieder ziemlich cool war, aber dennoch. Irgendwann muss ich den Absprung mal schaffen. Mal schauen, was das Juli-Thema sein wird.
Jetzt zeige ich euch erst mal die Box aus März. Oben auf lag diese Verpackung. Ein Mini-Funko von Guardians Of The Galaxy. Da ich ja schon öfter erwähnt habe, dass ich keine Funkos sammle und da ich zudem noch nie etwas von Guardians Of The Galaxy gesehen habe, war mir relativ klar, dass ich das Tütchen abgebe. Natürlich kam mir direkt Babs in den Sinn. Tatsächlich hat sie sich gefreut und es war sogar ein kleiner Groot drin, passte also wie die Faust aufs Auge.


Als zweiten Gegenstand habe ich eine Illuminae-Kerze von Wick and Fable entdeckt. Illuminae habe ich zwar aus naheliegenden Gründen noch nicht gelesen, aber sie riecht nach Blutorange und ich liebe alle Zitrusdüfte. So oder so ein Volltreffer.




Das Star Ears Universum ist mir bislang auch verschlossen geblieben (wobei ich mich da schon irgendwann mal mit beschäftigen möchte weil das ja schon fast Allgemeinbildung ist) aaaaber dieses Lesezeichen von Lexy Olivia gefällt mir auch ohne Hintergrundwissen zur Geschichte super gut.




Von Nerdy Post gab es außerdem diesen coolen Kunstdruck, inspiriert von Red Riding. Kenn ich nicht, den Druck finde ich aber toll. Für alle Leser sehr passend. Wird gerahmt und aufgehängt.




Dann habe ich ein großes Stück Stoff heraus gezogen und wusste erst nichts damit anzufangen, aber dann wurde klar: Ein Schal.


Designt von Michelle Gray und versehen mit einem hübschen Sternenmuster. Hab es euch hier nochmal genauer fotografiert. Ist wirklich hübsch. :)




Bei der nächsten hübschen Verpackung dachte ich sofort wieder an eine Tasse.



Und ich hatte Recht. Ist sie nicht hübsch? Inspiriert von den Lunar Chronicles und designt von Sasha Natasha. Definitiv mein Highlight aus dieser Box. Ich sags ja immer wieder, ich bekomme andauernd Tassen. Geschenkt oder in den Boxen.... aber sie sind auch einfach alle immer so schön. Habe damit also kein Problem (außer dass ich keinen Platz habe, aber das ignorieren wir!!! WEIL SIE SO SCHÖN SIND!!!! <3).
Spoilerkarte und Zeitschrift mit Button waren logischerweise auch wieder dabei.

Nun kommen wir zum Buch. Hearts of Iron von Ashley Poston.
Dieses Poster gehört dazu. Solche Gimmicks finde ich ja immer süß, wenn einem das Buch gefällt hat man direkt Merchandise. Und das Cover gefällt mir auch richtig gut. Obwohl so futuristisch ist es auch anmutig irgendwie.









Die Seitenränder sind übrigens lila. Geil oder?


Und das ist auch das erste Buch, das ich von Owlcrate bekommen habe, das nicht nur einen vom Autor signierten Sticker dabei hat, den man hineinkleben kann, dieses Mal ist das Buch tatsächlich direkt signiert. Voll coll :)!


Ob die Geschichte mich überzeugen kann, wird sich zeigen. Sie klingt halt auch wieder ziemlich abgespaced. :D War ja zu erwarten. Der Brief der Autorin ist jedenfalls schon mal süß ;)


Und weil die ganze Box diesen Monat farblich auch so wunderbar zusammen gepasst hat, habe ich auch mal wieder ein Gesamtfoto gemacht:


Das April-Thema klingt zwar gut, ist aber auch ziemlich allgemein. Da kann man ja quasi alles mit machen. Seid gespannt....










Donnerstag, 7. Juni 2018

Der Sommer der blauen Nächte - Stefanie Gregg


Klappentext: Eine Geschichte so hoffnungsvoll wie das Leben.

Bilder in den Farben des Südens – das ist alles, was Jule nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter Marie von ihr bleibt. Das und eine ganze Reihe Fragen. Und so beschließt Jule an die Orte zu reisen, an denen ihre Mutter so oft alleine gemalt hat, um dort nach dem Leben zu suchen, das Marie offensichtlich nicht mit ihrer Familie teilen wollte. Dann taucht überraschend Jules Freund Ben auf, und ihr wird klar: Man muss die Vergangenheit loslassen können, um das Leben neu zu beginnen.


Meine Meinung: Ihr glaubt nicht, wie erstaunt ich war, als ich vor ein paar Wochen einen Umschlag vom Aufbau Verlag auf dem Briefkasten zog und plötzlich das neue Buch von Stefanie Gregg in den Händen hielt. Bei ihrem letzten Buch Mein schlimmster schönster Sommer  hatte sie mich ja vorab kontaktiert um zu fragen, ob ich Lust hätte ihr neues Buch vorab zu lesen und zu rezensieren, weil ihr meine Rezension von Der Duft nach Weiß damals so gefallen hat. Damals habe ich begeistert ja gesagt. Dieses Mal wurde ich vorher gar nicht gefragt, was aber natürlich keine Beschwerde sein soll :D
Dieses Mal kam zur Freude auch noch die Überraschung dazu. Hihi.
Und obwohl ich momentan wieder viel auf Achse bin und das Wetter mich stellenweise ausknockt, habe ich das Buch relativ schnell angefangen und wollte auch mit der Rezension nicht so lange auf mich warten lassen.


Nun aber mal zum Buch selbst. Jule ist nach dem Tod ihrer Mutter, die sie über alles geliebt hat, sowieso schon fertig, als sie und ihr Bruder bemerken, dass sich die Lieblingsbildreihe nicht mehr in der Wohnung ihrer Mutter befindet. Marie war Künstlerin und hat mit ihren Bildern zwar nie viel verdient, aber die Malerei hat sie erfüllt und die "Blaue Reihe" waren immer Maries liebste Bilder, die sie nie aus der Hand gegeben hat. Als ihr dann aus einem Buch ihrer Mutter auch noch das Foto eines ihr fremden Mannes in die Hände fällt, beginnt Jule, zu recherchieren und stellt dabei fest, dass sie ihre Mutter offenbar nie richtig gekannt hat.


Das Buch war für mich typisch Frau Gregg. Weise, klug, manchmal lustig und immer sehr einfühlsam. Die Grundstimmung des Buches war für mich melancholisch, stellenweise schon fast traurig, aber dennoch gab es immer Situationen, in denen man schmunzeln konnte.
Besonders eindrucksvoll sind bei Stefanie Gregg immer die Hauptpersonen, in diesem Fall Jule, Marie und gegen Ende dann auch Jen und Julian. Man kann sich in jede einzelne hineinversetzen und lacht und leidet mit.
Zudem hat die Autorin ein besonderes Händchen dafür, Orte zum Leben zu erwecken (als treue Instagram-Followerin weiß ich auch zufällig, dass sie sehr intensive Recherche-Reisen unternimmt). Ich habe nun Manarola auf meine Bucket-List gesetzt. Es muss ja wirklich traumhaft sein dort!


Nirgendwo hatte sie wundervollere Farbtöne gesehen als bei diesen bunten Häusern hier, die wie Spielzeughäuser eng aneinander gebaut ihre Farbenpracht darboten: gelbe Häuser, ockerrote, leicht rosafarbene, orangene und verstreut ein paar himmelblaue. Als ob die Stadt einer wunderschönen Kinderzeichnung nachgebaut worden wäre.




Eine weitere Besonderheit an diesem Buch ist der künstlerische Aspekt. Stefanie Gregg hat sich wirklich mit dem Wesen eines Künstlers auseinandergesetzt und selbst ich, die nicht mal eine schöne Blume malen kann, konnte sich in Maries Drang zu Malen hineinversetzen. Auch ist das Buch dazu passend in vier Teile geteilt, die nach vier Farben benannt sind.


"Ein einfacher Mensch findet sich zurecht im Leben. Richtet sich sein Leben möglichst so ein, wie er es mag, hat nicht zu hohe Ziele, und gibt sich damit zufrieden." Er schüttelt den Kopf. "Eine Künstlerseele kann das nicht. Ab und zu sieht und fühlt sie das Überirdische, das dann in ihre Werke einfließt. Und auf der Suche nach diesem Großen ist sie dann auch im normalen Leben. Dort aber sind diese Momente nur höchst selten zu finden. Und deswegen zweifelt der Künstler am Leben, sucht und sucht, und verzweifelt manchmal auch."


Das sind alles so Details, die mir zeigen, dass sich der Verlag und die Autorin wirklich Gedanken gemacht haben (liest man auch wunderbar nochmal im Nachwort <3).


Besonders nachdenklich gestimmt hat mich die Frage, wie gut man seine eigenen Eltern kennt und wie schlimm es sein muss, wenn sie sterben und man diesen Fels in der Brandung verliert. Wenn man sie nichts mehr fragen kann. Da habe ich selbst wieder mal Angst vor diesem Moment bekommen. Aber so ist der Fluss des Lebens. Und es ist wunderbar, wie Jule ihre Mutter auch nach deren Tod einfach nochmal völlig neu kennen lernt. Sie lernt während ihrer Reise eine Menge über die Liebe. Dass es so viele verschiedene Arten von Liebe gibt, aber wunderbar sind sie alle. Auch wenn Liebe so weh tun kann, letztendlich ist jeder Moment, den man liebt, ein gewonnener! Eine wunderbare Aussage, wie ich finde!


Ich beneide dich! Du springst ins Feuer, du brennst, du tust es einfach. Was kann schon Schlimmes geschehen? Nichts, fast nichts. Verlorene Zeit war eine Zeit der Liebe nie.




Danke, liebe Stefanie, dass ich auch dein neuestes Buch lesen durfte! (Übrigens war die Zusendung des Buches an keinerlei Bedingungen geknüpft! Es hat nicht mal jemand darum gebeten, dass ich eine Rezension schreibe. Nur, falls sich das jemand fragt ;))


Titel und Cover: Das Cover passt wunderbar zur Hauptfigur Marie, denn die Farbkleckse waren sicherlich ständig überall in ihrem Atelier und ihrem Malerkittel verteilt. Und der Titel passt ebenso gut. Weil Maries Lieblingsfarbe Blau war, weil sie diese Blaue Reihe gemalt hat, weil sie ihre schönste Zeit während diesen blauen Sommernächten verbracht hat und weil Jule diese Farbe auch immer mehr zu schätzen lernt. Ein rundum gelungenes Gesamtpaket!!!


Würdest du dieses Buch erneut lesen? Oh ja!

Montag, 28. Mai 2018

New World: Rising - Jennifer Wilson

Summary: Since witnessing her parents' murders at the age of eleven, Phoenix's only purpose in life has been to uphold her mother's dying words - to be strong and survive. But surviving outside of The Walls - outside of The Sanctuary - is more like a drawn-out death sentence. A cruel and ruthless city, Tartarus is run by the Tribes whose motto is simple, "Join or die."

Refusing to join and determined to live, Phoenix fights to survive in this savage world. But who can she trust, when no one can be trusted? Not even herself...

The first of a trilogy, New World Rising is an epic tale of survival, instinct, trauma, and the extraordinary power of human connection.
My opinion: This book came with my Make it out alive Owlcrate Box last year an I read it months ago. It is one of the last books I need to review for 2017. So here we go.
I can tell you that I was doubtfully at the beginning. I read so many dystopian novels before. BUT New World stands on its own! I was captivated from the first page and finished it after two days.


Phoenix lives in a world where everything we know now has been destroyed. Only two areas are left, where people have terms to survive. One is Tartarus, a rough city ruled by 5 tribes, each one more wicked than the other. The other area is called The Sanctuary. Phoenix was born there but left for Tartarus with her parents years ago.
After she has witnessed the murder of her parents by people of the most brutal tribe 6 years ago, she has been on her own. Now she is 16, stays in the shadows of the city and trusts no one.


But after seeing the tribe that murdered her parents huntig a little girl she steps out of the shadows.
That decision changes her life completely. She is thrown in a third hidden society that wants to fight against the tribes and against The Sanctuary if necessary. There she gets to know Mouse, the little girl she saved from the tribe and she meets Triven, a boy barely older than her but who seems to be able to give her some steadiness. It is a new feeling for Phoenix...someone who cares for her. But in return she starts to care for other people in her life as well again. But she knows that this is dangerous. To care for someone means to be more vulnerable.
And that isn't good considering the fact that Phoenix, Triven and Mouse are part of the group that shall sneak in The Sanctuary to find out whats going on there....


A great start of a series! I can't wait to read book two. The world building is great because there are a lot of details, especially about the different tribes and Tartarus, the city where Phoenix tried to survive in for so many years. Also the romance doesn't whitewash the main plot and the caracters are very believable. My favorite one is Mouse. She seems to be the moral rock in the Story while the whole world turns more and more brutal.


And holy moly....the cliffhanger an the end wasn't very kind! I expected some cliffhanger but....oh man. As I said before: I can't wait to read the next book!


Cover and title: New World is a simple and fitting title for a dystopian novel. Rising is the Special name for the first book. The other two are titled with "Ashes" and "Inferno". Sounds exciting. The cover was choosen well too. I think the city at the ground is Tartarus and the fog is a Symbol for the old world, that has been destroyed and maybe also for the new one that has to be build. Great!


Would you read this book again? Yesss.

Freitag, 25. Mai 2018

Das Mädchen, das in der Metro las - Christine Féret-Fleury


Klappentext: Jeden Morgen sitzt Juliette in der Metro auf dem Weg zu ihrer eintönigen Arbeit in einem Maklerbüro und taucht ein in die Welten ihrer Romane. Mal begibt sie sich mit Marcel Proust auf die Suche nach der verlorenen Zeit, mal begleitet sie Hercule Poirot im Orientexpress Richtung Istanbul - manchmal beobachtet sie auch einfach die Menschen um sich herum, die in ihre Lektüre vertieft sind. Es sind die Bücher, die Juliettes Leben Farbe verleihen. Als sie eines Tages beschließt, zwei Stationen früher auszusteigen, begegnet sie dem schrulligen Soliman, der mit seiner Tochter Zaïde inmitten seiner Bücherstapel lebt. Soliman glaubt, dass jedes Buch, wenn es an die richtige Person übermittelt wird, die Macht hat, ein Leben zu verändern. Auserwählte Boten liefern für ihn diese kostbare Fracht aus, an die, die sie nötig haben. Bald wird Juliette zu einer Botin, und zum ersten Mal haben die Bücher einen wirklichen Einfluss, auch auf ihr Schicksal.

Meine Meinung: Dieses Buch habe ich auch wieder von Vorablesen, allerdings ist es dieses Mal nicht gewonnen, sondern ich hatte mal wieder genug Punkte für ein Wunschbuch gesammelt. Und passend dazu gab es dann gerade aktuell vor einigen Wochen die Leseprobe, zu diesem hübschen Buch. Schon das Cover hat mir gefallen und auch die Leseprobe war einfach schön. Und so habe ich meinen Wunschbuch-Gutschein dafür eingelöst.


Das Buch ist für mich typisch französische Literatur. Verträumt und auf jeder Seite schwingt ein Hauch Melancholie mit.
Juliette ist eine Tagträumerin. Jeden Tag fährt sie mit der Metro zur Arbeit und liest oder überlegt sich, welche Geschichten hinter den anderen Menschen stecken, die mit ihr in der Metro fahren.
Eigentlich träumt sie nur. Davon, wie schön ihr Job sein könnte, wenn die Menschen nicht so hektisch wären, wie schön Reisen sein könnte, wenn sie den Mut hätte, einfach loszufahren. Aber während sie davon träumt, geht Zeit ins Land und sie erlebt nichts, abgesehen von den Geschichten in ihren Büchern.


"Gehen Sie raus an die frische Luft, Juliette, lassen Sie sich den Wind um die Nase wehen. Lauschen Sie ihm. Sie haben viel zu lange ihre Nase nur in Bücher gesteckt. Genau wie er. Bücher und Menschen müssen reisen."


Als sie eines Tages beschließt, mal einen anderen Weg zur Arbeit zu gehen, kommt sie an einem Tor vorbei, in dem ein Buch steckt, damit es nicht zufällt. Und es regnet. Das tut Juliette in der Seele weh. Und so wird sie auf den Kurierdienst von Soliman aufmerksam und ihr ganzes Leben ändert sich auf einen Schlag.


Die kleinste Veränderung konnte ein Abenteuer sein, wenn man sie nur annahm.


Und ihr kennt mich ja. Ich liebe Geschichten, die von Büchern und der Liebe zum Lesen handeln. Geschichten, die von anderen tollen Geschichten erzählen und die sich mit Sprache befassen. Das ganze Buch steckte voller wunderbarer Zitate über das Leben und das Lesen. Wunderbare Literatur!


Er sprach von Büchern, als wären sie lebendig - alte Freunde oder mitunter fürchterliche Gegner, manche gaben sich wie jugendliche Rowdies, andere wie alte Damen, die beim Schein des Feuers ihrer Stickerei nachgingen.


Und obwohl das Buch sehr kurz ist (ZU kurz mit 176 Seiten!), kann man sich auch sehr schnell in Juliette herein versetzen und man spürt ihre fast noch kindliche Begeisterung und Unerfahrenheit aber genau so die Ratlosigkeit im Hinblick auf das ganze Leben und ihre Einsamkeit.
Obwohl mal weiß, dass das Buch kurz ist, kam das Ende dann doch abrupt und zu abgehackt.
Wie grade erwähnt, ist das Buch sehr kurz und das ist leider auch mein Kritikpunkt (aber immerhin mein einziger). Viele Stellen waren mir zu lückenhaft und einfach nicht zuende geschrieben. Man muss nicht aus allem einen riesen Wälzer machen, aber hier hatte ich das Gefühl, das Buch war schon vorbei, als ich mich soeben erst gemütlich in ihr eingerichtet hatte. Auch die im Klappentext beschriebene Kuriertätigkeit von Juliette kommt viel zu kurz.
Sehr schade.


Aber wie gesagt, dennoch ist es ein tolles Leseerlebnis und besonders für Bücherwürmer ein echtes kleines Leckerchen!


Titel und Cover: Wie ihr sicher schon heraus lesen konntet, passt der Titel sehr gut zur Geschichte. Juliette selbst ist das Mädchen, das jeden Tag in der Metro liest (könnte übrigens auch ich sein. Gefühlt verbringe ich den Großteil meiner Lesezeit in öffentlichen Verkehrsmitteln ;)). Das Cover finde ich ebenfalls hübsch. Ich stelle mir vor, dass es ein Einblick in Solimans überfülltes und chaotisches Lager ist, wo tausende von Büchern stehen. Schade ist nur, dass alle leserlichen Buchtitel richtig alte Klassiker sind (wie Sturmhöhe etc.) denn im Buch selbst werden auch schon moderne Bücher wie die Millennium-Trilogie als Klassiker bezeichnet. Das hätte gerne auch im Cover noch Umsetzung finden können. Ansonsten aber eine sehr stimmige Geschichte!


Würdest du dieses Buch erneut lesen? Ich bin mir noch nicht sicher. Einerseits ist es schon ein echtes kleines Schätzchen, andererseits hat mich das Zitat mit dem Reisen nachdenklich gestimmt. Vielleicht gehört dieses Buch auch einfach in einen Bücherschrank. Ich überlege noch :)