Mittwoch, 7. November 2018

Werbung [wegen Nennung/unbezahlt] Save Me - Mona Kasten


Klappentext: Geld, Glamour, Luxus, Macht – all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß – etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James – und ihr Herz – schon bald keine andere Wahl …


Meine Meinung: Vor ein paar Wochen war ich mit meiner Familie auf dem Kartoffelmarkt in Dülmen (ich liebe sowas!) und da sind wir an einem Buchladen vorbei gekommen. Im Schaufenster war die Buchreihe von Mona Kasten ausgestellt und Maike fragte, ob ich das Buch schon gelesen hätte, denn sie würde das momentan überall sehen. Nein, hatte ich noch nicht, allerdings hatte sie Recht. Auch ich hab es in den letzten Wochen überall im Internet aufploppen sehen. Ich wusste grob, dass es um eine Liebesgeschichte und ein Geheimnis geht. Kurzerhand bin ich reingestiefelt und 5 Minuten später mit dem Buch wieder raus. Bei mir ist es ja immer so ein Zwiespalt zwischen Neugierde, weshalb ein Buch grade so gehyped wird und Misstrauen, ob es irgendein "schnulziger Mist" ist. Rückblickend betrachtet muss ich aber gestehen, dass mich viele solcher abgestempelten Bücher im Nachhinein eben doch auch unterhalten haben (siehe die Biss-Reihe oder Calendar Girls). Vielleicht möchte ich genau wie viele andere einfach nicht zugeben, dass ich auch sehr gerne mal Trivial-Literatur lese...


Jedenfalls habe ich an dem Abend noch mit dem Buch angefangen und habe mich sofort verliebt. In Ruby. Wie wundervoll kann ein Hauptcharakter bitte sein? Als sie auf der ersten Seite mit ihrem Kalender, ihren To Do Listen und ihrer Leidenschaft für Struktur und Organisation angefangen hat, war es um mich geschehen :D. Ich habe mich sofort in ihr wieder erkannt. Es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Ruby ist der Grund, weshalb ich mir ein Bullet Journal gekauft habe. Das soll mir selbst dabei helfen, meinen Alltag ein bisschen besser zu strukturieren. Ich kann mir diese besondere Art von Kalender völlig selbst gestalten und habe so einfach alles zusammen. Bislang hatte ich immer einen kleinen Taschenkalender, in dem Geburtstage und Termine standen, aber meine To Do-Listen, meine Reiseziele für dieses Jahr, die Konzerte, die ich im Blick behalten will, habe ich immer auf losen Zetteln festgehalten, die hinterher überall verstreut waren und die mir null weiter geholfen haben. Nun werde ich weiterhin meinen kleinen Taschenkalender führen, um auf den ersten Blick Termine vereinbaren zu können, aber nebenher werde ich mein Bullet Journal führen, in  dem dann auch so was wie Essenspläne, To Do-Listen für den einzelnen Tag oder andere Dinge stehen werden (z.B. Buchkauf-Listen *hüstel*). Mal sehen wie das klappt und ob es mir hilft, mich besser zu strukturieren.


Zurück zum Buch. Von dem Geheimnis, das Ruby entdeckt, war ich im ersten Moment etwas enttäuscht, aber es kann ja nicht jedes Mal ein Vampir oder ein Werwolf dahinter stecken, richtig? ;)
Im Nachhinein fand ich es aber höchst passen, denn in der Welt, in der sich James' Familie bewegt, gibt es wirklich kaum einen größeren Skandal.
Richtig gut gelingt der Autorin außerdem, die ganze Atmosphäre einzufangen. Maxton Hall mit all den reichen, meist auch etwas abgehobenen Schülern, denen total klar ist, dass sie später in Oxford studieren werden, dazwischen Ruby, dessen Familie aus der Mittelschicht kommt und die sich ihren Platz hart erarbeiten muss. Für sie ist Oxford ein Traum, der unerreichbar scheint, aber für den sie alles geben würde. Sie möchte einfach ihr Lernpensum schaffen und ansonsten zwischen den reichen Schnöseln nicht auffallen. Je weniger Leute ihren Namen kennen, desto besser. Mir gefällt ihr ungebrochenes Engagement und ihre Entschlossenheit.
Total anders ist die Atmosphäre bei Ruyb daheim. Dort kann Ruby einfach sie selbst sein, denn ihre ganze Familie sprüht nur so voller Herzlichkeit. Ihre Schwester Ember ist ein Plus-Size-Model mit eigenem Internetblog und sie ist mir genau so ans Herz gewachsen wie Ruby. Und ihre Eltern sind wahre Goldstücke, veranstalten interne Kochwettbewerbe und tun alles für ihre Töchter. Ich musste sofort an die Familie von Lou aus "Ein ganzes halbes Jahr" denken.


Natürlich gibt es ein paar Klischee Momente zwischen Ruby und James, die mich kurz die Augen rollen ließen, aber das hat meiner Lesefreude keinen Abbruch getan. Das Buch war für mich wie eine kuschlige Decke an kalten Tagen. Es hat mir einfach ein wohliges Gefühl vermittelt.


Habt ihr es schon gelesen? Wie hat es euch gefallen?


Titel und Cover: Das Cover wirkt auf den ersten Blick sehr edel. Ich weiß nicht, ob man es auf dem Foto erkennt, aber die Farben schimmern richtig. Passt gut zu den eleganten Partys, die Ruby mit ihrem Veranstaltungs-Komitee für die Schule organisiert und auch gut zum edlen Ambiente von Maxton Hall generell. Auch die Haptik ist sehr schön bei dem Buch, leicht angerauht. Mag ich ja sehr gern. Den Titel finde ich gut, allerdings besonders bezogen auf die komplette Reihe. "Save Me", "Save You" und "Save Us" liest sich einfach schön so nebeneinander.
Wer hier gerettet werden soll, ist auf dem ersten Blick für mich ganz klar James. Allerdings fallen einem im Laufe der Geschichte durchaus noch ein paar andere Personen ein, auf die es zutreffen könnte. Und wenn Teil 3 sich darauf bezieht, dass man sich in guten Beziehungen quasi immer gegenseitig rettet, dann gefällt mir das Zusammenspiel erst recht. Ich werde berichten, wenn ich Teil 3 gelesen habe :)


Würdest du dieses Buch erneut lesen? Ja, mit Vergnügen.

Sonntag, 4. November 2018

Liegt es an mir?


Ach Leute....werde ich hier jemals wieder auf Stand kommen? Ehrlich, mir fehlt das Bloggen richtig. Aber ich habe das Gefühl, je mehr ich strample, desto weniger komme ich klar. Auf der Arbeit hat es sich momentan zwar etwas beruhigt, allerdings fürchte ich, wird das nur von kurzer Dauer sein und dafür klappere ich nun Ärzte ab. Nach meinem Hautausschlag rund um die Augen war ich letzte Woche beim Hautarzt für einen allgemeinen Allergietest und wie sagte die Ärztin? "Oh Frau Kröger, das hat sich ja gelohnt bei Ihnen." -.- Aber gut, ich wusste ja ziemlich genau, dass so etwas dabei heraus kommen würde.10 von 12 Stoffe lösen bei mir allergische Reaktionen aus. Aber immerhin kann ich nun mit einer Desensibilisierungs-Therapie anfangen :)
Danach war ich beim Chirurgen und habe mir zum zweiten Mal meinen eingewachsenen Zehnagel operieren lassen. Ich sag euch eins, ich spiele nie wieder Fußball :D An sich ist das ja echt keine schlimme OP, aber die Betäubungsspritze, die man zwischen die Zehen bekommt, tut ziemlich weh und dieses Mal hat die Betäubung bei mir nicht richtig gewirkt. Der Arzt hat natürlich sofort aufgehört und nachgespritzt, aber das hat mich in dem Moment so schockiert, dass ich erst Mal geheult habe. Vielleicht hat es mich auch zusätzlich verunsichert, dass zwei Azubis (oder so ähnlich) auch dabei waren und zugeguckt haben. Es ging dann auch schnell wieder, aber ich brauch das trotzdem nicht nochmal. Joa und seitdem humple ich so mit offenen Schuhen durch die Weltgeschichte. Nächste Woche werden die Fäden gezogen und danach die Woche habe ich immerhin schon Urlaub.


Und irgendwie komme ich auch sonst nur so mäßig zurecht mit meinen ganzen Freizeitaktivitäten. Ich möchte so viel machen und so viele Leute sehen....Ich muss unbedingt noch einen Termin finden, um mich nach Jahren mal wieder mit der wunderbaren Elli zu treffen, Svenja hab ich schon ewig nicht mehr angerufen, Karla schulde ich noch einen Brief, Julia und ich wollen Weihnachtsgeschenke basteln, wir möchten Jacky und Matze und generell diverse Freunde endlich mal wieder zu uns einladen, ich möchte mit Maike shoppen gehen, mit Oma zu Baltz, ich muss zum Augenarzt, Tommy muss sich unbedingt wegen seiner Galle operieren lassen, weil das immer schlimmer wird, wir wollen ins Saarland, die Wohnung muss dringend mal gründlich ausgemistst werden (ein bisschen mehr Minimalismus und so), wir müssen für Tommys Bruder nach Frankfurt, mit Mama will ich jetzt regelmäßige Weight Watchers Treffen machen (Diät und so) und und und. Ich könnte die Liste endlos weiterführen. Bei all dem muss ich einfach schauen, dass ich mich selbst nicht aus den Augen verliere. Aber ich habe ständig das Gefühl, alle nur zu vertrösten und das macht mich wahnsinnig.


Aber ich freue mich auch auf so vieles. Die Weihnachtszeit steht an und somit viel Plätzchenbackerei, damit einher geht auch das jährliche Cookie Club Treffen bei Barbara. Habe schon ganz tolle Keks-Pläne, mal schauen, welchen ich umsetze. Dann gehe ich mit Caro in die Premiere von Grindelwalds Verbrechen und ein paar Tage später mit Maike zu ihrem Geburtstag direkt nochmal. Mit Tommy geht es, wie schon erwähnt, nach Frankfurt, um dort etwas für seinen Bruder zu erledigen und evtl. nochmal ein bisschen Sight Seeing. Maike hat außerdem vergünstigte Karten für das Bat out of Hell Musical in Oberhausen ergattert und das schauen wir uns dann natürlich an. Mit den EBZ Mädels geht es auf den Weihnachtsmarkt und mit Bochum seine Besten sicherlich auch noch. Und unser Glasgow Trip rund um das Konzert von Def Leppard mit Cheap Trick im Dezember steht ebenfalls vor der Tür.


Man merkt es also wieder mal: Ich darf mich nicht beschweren, sondern bin dankbar für die ganzen Menschen in meinem Leben und die Möglichkeiten, die ich habe. Ich überlege nur manchmal, ob ich vielleicht auch ein bisschen besser planen könnte? Denn oft sind es Kleinigkeiten, die mich in Stress bringen. Ich denke zu spät daran, ein Geburtstagsgeschenk für jemanden zu besorgen, ich vereinbare Doppeldates, weil ich kurzzeitig eins der beiden vergessen habe, ich lese eine Nachricht und will in Ruhe zurückschreiben und vergesse es dann ganz. Eines der letzten Bücher, die ich gelesen habe, hat mir da eventuell einen Lösungsweg aufgezeigt, den ich demnächst mal ausprobiere, aber davon mehr in der nächsten Rezension ;)


Was steht bei euch so Schönes an?



Mittwoch, 17. Oktober 2018

[Werbung wegen Nennung/unbezahlt] Man muss auch mal loslassen können - Monika Bittl

Klappentext: Stress im Beruf, Existenzängste, Liebeskummer, schwere Krankheit, finanzieller Ruin - die Anforderungen, die das Leben beständig an Jessy, Charlotte und Wilma stellt, die Sorgen und Nöte im Alltag - es ist einfach zu viel. Es fehlt kein Tropfen mehr, der das Fass zum überlaufen bringt, das Fass ist schon längst leer. Die Lebenskrise perfekt. Und jetzt ist Schluss. Denn nun sind die drei Frauen fest entschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Felsenfest. Wirklich! Nur irgendwie geht dabei ständig etwas schief. Als sie eines Abends beschließen, von einer Brücke zu springen, stellen sie einhellig fest, dass es da viel zu tief runter geht …
Folgerichtig wird die nächste Tankstelle geentert, um sich erst mal ordentlich Mut anzutrinken. Dabei gerät das trotzige Trio mitten in einen dilettantischen Raubüberfall. Ein Wink des Schicksals? Kurz entschlossen bieten die Frauen sich den beiden Möchtegern-Gangstern als Geiseln an, und so nimmt eine höchst vergnügliche Reise zurück ins Leben ihren Lauf, bei der diese fünf liebenswerten Menschen lernen, dem Leben die Stirn zu bieten, Liebe zuzulassen und achtsamer mit sich, dem Leben und den Mitmenschen umzugehen: Gemeinsam sind wir stark! Das Leben ist schön!


Meine Meinung: Meine nächste Vorablesen Rezension ist schon lange fällig und ich habe das Buch auch schon lange beendet, aber zum Bloggen fehlte wieder mal die Zeit. Wir haben einen so dermaßen stressigen Quartalsabschluss hinter uns....puh. Wir mussten sogar den Saarländern zu Christophs 40. Geburtstag absagen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann wir jemals eine Familienfeier dort verpasst haben. Aber so ist es manchmal. 2018 macht diesbezüglich seine eigenen Regeln. Das Buch verdient nun jedenfalls eine Bewertung ;)
Ich habe es übrigens grade an Oma verliehen, daher gibt es ein Bild von der Verlagsseite.


Es gibt nur ein "Entweder oder". Ich bin beim "Oder".


Der Klappentext fasst das Buch an sich schon sehr gut zusammen. Es treffen drei völlig unterschiedliche Charaktere aufeinander: Charlotte, die ihr gesamtes Leben inklusive Krankenversicherung aufgegeben hat um sich ihren Traum zu erfüllen, ein Buch zu schreiben. Als sie krank wird merkt sie, dass ihr Fokus vielleicht doch etwas falsch lag. Wilma, die sich ihr Leben lang in ihrer geliebten Dorfwirtschaft abgerackert hat und die nun vor dem Aus steht, weil sie das Rauchverbot missachtet hat. Und Jessy, die sich aus ärmlichen Verhältnissen selbst herausgearbeitet hat und dann feststellen muss, dass sie vom einzigen Menschen, dem sie je vertraut hat, hintergangen wurde. Sie alle drei verbindet nur eins: Sie haben ihren Lebensmut verloren und möchten ihrem Leben ein Ende setzen. Doch das ist irgendwie gar nicht so einfach.
Und da kommen dann Ralf, ein in die Jahre gekommener Familienvater dessen Firma kurz vor der Pleite steht, und Moritz, ein links gerichteter Politikfreak, der am liebsten ständig flammende Reden über den Kapitalismus halten würde, sich aber nicht traut, weil er so stottert, ins Spiel.


Zugegeben, die Kombination dieser Charaktere ist schon wirklich amüsant. Vor allem Wilma mag ich mit ihrer mütterlichen, pragmatischen Art unheimlich gerne. Auch weil sie der Meinung ist, dass sich fast alles mit einem guten Essen besser anfühlt. Sie erinnert mich an Mrs. Weasley.


Sie war einfach zu sehr Mutter, Großmutter und Wirtin und achtete zu sehr darauf, es für alle anderen gut einzurichten. Dabei schaute sie zu wenig auf sich. Der Klassiker unter den Frauen, wie das fehlende Gen zum Neinsagen.


Dennoch habe ich ein paar gemischte Gefühle beim Lesen gehabt. Natürlich war mir schon beim Blick auf das Cover klar, dass es hier in Richtung Tragik-Komödie gehen soll und dass man das alles mit einem Augenzwinkern lesen soll. Dennoch habe ich mich beim Lesen ab und an gefragt, wie Menschen das Buch finden würden, die ernsthafte Depressionen haben. Oder die eine tödliche Krankheit haben. Oder die eben einfach zu der Sorte gehören, dessen Leben nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens spielt. Denn das Buch vereinfacht solche Probleme schon ziemlich rabiat. Leider muss man im wahren Leben wirklich Acht geben und in seinem Umfeld sehr genau die Augen offen halten, ob jemand Probleme hat, sich verändert oder sich zurückzieht, denn psychische Probleme werden ein immer größerer Teil in unserer Gesellschaft und es ist selbst für Angehörige oft sehr schwer, den Betroffenen zu helfen. So einfach wie im Buch geht das leider nicht.
Ich versuche einfach, das Buch eben als das zu nehmen, was es sein soll: Unterhaltung. Es soll einen schmunzeln lassen und einem eben zeigen, dass das Leben ganz toll sein kann, auch wenn es momentan vielleicht nicht so rosig aussieht. Man muss nur ein paar gute Freunde an seiner Seite haben. Die Aussage gefällt mir wiederum.


Eigentlich wird es auch zwischen den Zeilen sehr deutlich, dass keine der drei Frauen wirklich ihr Leben beenden will. Sie hängen alle viel zu sehr daran, aber wissen nun mal einfach keinen Ausweg aus ihrer jeweiligen Situation. Dabei hilft es meistens schon ein bisschen, jemandem sein Herz auszuschütten.


"Ich leb vegan" oder "ich bin gegen Kriege" oder "Ich bin sowas von tierlieb, ich kann keiner Fliege was zuleide tun". Moralisches Bullshit-Bingo. Keiner ist gut oder böse. Alle meinen es gut - in erster Linie mit sich selbst.


Alles in Allem war es ein nettes Buch für Zwischendurch, es konnte mich aber nicht völlig für sich einnehmen.


Titel und Cover: Den Titel finde ich ultrakomisch, allerdings nur zusammen mit dem Cover. Würde man ihn mir so nennen, könnte ich da keinen direkten Zusammenhang zur Geschichte herstellen. Das Cover steht allerdings auch für sich, denn es zeigt eine Schlüsselszene im Buch. Das gefällt mir wirklich sehr gut.


Würdest du dieses Buch erneut lesen? Nein, eher nicht.

Freitag, 28. September 2018

Statt im Bus zum Betriebsausflug...

...habe ich nun doch noch bis grade im Büro gesessen. Seit einigen Tagen spielt meine Haut verrückt und besonders rund um die Augen ist sie sehr trocken, gerötet und brennt. Nachdem es nun heute Morgen immer noch nicht besser wurde, habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, den Betriebsausflug abzusagen und erst mal vormittags zum Arzt zu gehen. Dort hat man mir dann eine kortisonhaltige Salbe verschrieben und nun hoffe ich mal, dass es bald besser wird.
Bin wirklich traurig, dass ich den Betriebsausflug verpasse, ich liebe solche Veranstaltungen :( Aber es bringt ja nichts. Muss die Arbeit vor dem Wochenende fertig bekommen, damit ich den Quartalsabschluss nächste Woche irgendwie schaffe und so angenehm fühlt es sich ja auch nicht an mit den Augen. Nächstes Jahr bin ich wieder am Start!!!


Letztens habe ich mich gefragt, wieso mir sowas immer passiert, wenn ich so viel vorhabe. Allerdings habe ich immer viel vor, also liegt es wohl eher daran :D So ein bisschen ist momentan allerdings schon der Wurm drin.
Wir schaffen es auch zum ersten Mal seit Jahren nicht zu einer Familienfeier im Saarland :(


Aber dafür werden wir im Ausgleich ein richtig fettes Paket fertig machen, wo wir doch schon keine Spritkosten haben ;). Sollen sich die Liebsten wenigstens über Post freuen können.


Ich habe aber auch Schönes zu berichten! Dienstag war ich mit Kathi, Jasmin und Daniel mal wieder Cocktails trinken. Einen großen MaiTai und einen kleinen Dirty Dress später war ich wunderschön angeheitert. Hihi. Ich liebe dieses Gefühl. Blöd ist nur, dass ich mittlerweile kaum noch schlafen kann, wenn ich hochprozentigen Alkohol getrunken habe. Ich bin einfach wach und unruhig. Kennt das jemand? Früher hatte ich das Problem nie. Liegt das am Alter? Heißt das, ich muss hochprozentigen Alkohol demnächst sein lassen? Naja...solange Bier noch geht ;).


Am Wochenende steht jetzt erst mal nur ein bisschen Haushalt und Entspannung auf dem Plan und Sonntag geht's hoffentlich zu einem Bauernmarkt in Raesfeld. Was macht ihr so Schönes?



Donnerstag, 20. September 2018

Werbung [wegen Nennung/unbezahlt] Das andere Haus - Rebecca Fleet

Klappentext: Als Caroline und Francis ein Angebot zum Haustausch erhalten, zögern sie nicht lange. Voller Vorfreude beziehen sie ihr Urlaubs-Domizil in der Nähe von London. Doch dort stößt Caroline auf Details, die sie zutiefst verstören: ein ganz spezieller Blumenstrauß, die eingelegte CD, ein vergessenes Rasierwasser; scheinbar harmlose Gegenstände, die in Wahrheit aber mit dem dunkelsten Kapitel ihres Lebens verbunden sind – und mit einem Menschen, den sie für immer vergessen wollte. Ist es möglich, dass er sie in eine Falle gelockt hat? Und wer ist nun in ihrer eigenen Wohnung? Es beginnt ein psychologisches Verwirrspiel, das sie und alle, die sie liebt, ins Verderben zu reißen droht ...
Meine Meinung: Gewonnen. Bei Vorablesen. Wo sonst. Ich frühstücke, wie schon oft erwähnt, immer erst mal die gewonnenen Bücher ab, damit die Rezension einigermaßen pünktlich da ist. Bald bin ich aber durch. Zwei fehlen hiernach noch. Mir hat die Leseprobe unglaublich gut gefallen und ich war richtig gespannt, wie es weiter gehen würde. Wie der Klappentext schon erklärt, wollen Caroline und Francis ihrer Ehe wieder etwas mehr Raum geben und ein bisschen rauskommen aus dem Alltag. Der Haustausch bietet dafür eine unkomplizierte Möglichkeit. Doch nach und nach kommt Caroline im neuen Haus vieles sehr merkwürdig vor. Dies ist die Rahmenhandlung und zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden, die dem Leser nach und nach immer mehr Erkenntnisse bringen. Man versteht immer besser die seltsam angespannte Stimmung zwischen Caroline und Francis und entwickelt auch nach und nach Vermutungen, wer im Gegenzug im Haus von den beiden wohnt. Doch die Auflösung kommt tatsächlich erst kurz vor Schluss. Ich habe kurz vorher etwas geahnt, aber hab zumindest sehr lange im Dunkeln getappt. So etwas gefällt mir ja immer gut bei Thrillern.

Richtig gut gelungen ist auch das Stimmungsbild der Ehe. Einerseits der unbändige Wunsch, es gemeinsam zu schaffen und zumindest annähernd die Gefühle von früher zurück zu holen, andererseits der Krater aus Streit und Unverständnis, der zwischen den beiden immer größer wird.

Insgesamt ein sehr gelungenes Erstlingswerk mit fast durchgehend bedrohlicher Atmosphäre, guten Wendungen und einem für mich sehr nachvollziehbaren und nicht an den Haaren herbeigezogenem Ende. Sehr gut!

Titel und Cover: Das Cover ist toll. Man sieht die Fassade eines ganz normalen Hauses, doch die Risse im Bild machen deutlich, dass hier etwas nicht stimmt. Nicht hinter jeder schönen Fassade steckt auch ein schönes Leben ohne Probleme und Geheimnisse. Der Titel ist ebenfalls nicht schlecht. Er ist schlicht und der Zusammenhang zur Geschichte erschließt sich sofort.

Würdest du das Buch erneut lesen? Vermutlich nicht. Das Buch hat mir sehr gefallen, aber ich werde die Auflösung nie vergessen und das hat den Clou für mich ausgemacht. Daher werde ich es eher weitergeben.