Donnerstag, 21. August 2014

Segway-Tour

Mein Papa hat zu seinem Geburtstag von meiner Oma eine geführte Segway-Tour für 2 Personen um den Kemnader See geschenkt bekommen. Da ich das schon immer mal machen wollte, habe ich mich sofort eingeklinkt. Hähä. Gestern war es dann soweit und gegen viertel nach sechs waren wir schon am Haus Kemnade. Viel zu früh, aber das stellte sich als Glücksgriff heraus. Im Innenhof fand nämlich ein Betriebsfest oder ein Betriebsausflug der Telekom NRW statt. Der komplette Parkplatz war überfüllt und es wollten noch mehr Busse rein. Wir haben dann etwas weiter wag geparkt und sind hingelaufen. Später haben wir noch erfahren, dass die Feier wohl 4 verschiedene Standpunkte hat und die Mitarbeiter in Bussen von einer zur anderen Station gefahren werden. Klingt für mich irgendwie nicht entspannt...aber naja.
Überhaupt nicht entspannt war es jedenfalls auf dem Parkplatz. Irgendwann ging gar nichts mehr und alle haben sich gestritten. Aber als Außenstehender belächelt man das Ganze dann nur.
Einzig doof war nur, dass wir auch nicht so viel Platz zum Üben mit den Segways hatten. Immer wieder wollten Autos, Fahrradfahrer, Jogger, Inlineskater etc. vorbei. Naja...hat trotzdem gut geklappt. Wir waren 6 Leute und jeder hat eine private Einführung bekommen. Die Dinger sind so gut, dass man sich innerhalb einer Minute daran gewöhnt hat und der Körper sehr schnell ein Gefühl dafür bekommt, wie er sich bewegen muss. Dann ging es auch schon los, bei schönstem Wetter übrigens :).
Jeder hatte vorne einen kleinen Lautsprecher am Segway, sodass man die Führerin, die vorneweg gefahren ist, sehr gut verstanden hat. Papa ist ganz hinten gefahren und ich vor ihm und wir haben ziemlich schnell Quatsch gemacht, immer wieder beschleunigt und gebremst, Schlangenlinien gefahren etc. Hihi. Und nebenbei war die Führung auch echt interessant. Wir waren am Haus Herbede (eine traumhaft schöne Location), bei der Firma Lohmann in Witten, sind am Picasso vorbei gefahren und natürlich einmal um den See. Dabei habe ich z.B. erfahren, dass das Gebäude am Hafen Oeveney früher von der NSDAP besetzt war und dass dort in den Bunkeranlagen viele Menschen gefoltert wurden. Davon hatte ich gar keine Ahnung gehabt und war echt überrascht. Komischerweise vermutet man sowas nicht an einem so idyllischen Fleckchen....
 
Es war auf jeden Fall ein super spannender und amüsanter Abend. Papa wollte am liebsten sofort so ein Ding kaufen. Aber mit gut 8.000 Euro sind die wirklich nicht billig! Wir haben uns aber fest vorgenommen, demnächst noch so eine Tour mitzumachen :)


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