Mittwoch, 20. Februar 2019

(Unbezahlte Werbung wegen Nennung) Alles, was ich weiß über ... die Liebe - Dolly Alderton

Zusammenfassung: Ein warmes und witziges Memoir über das Erwachsenwerden und alle Lektionen, die man dabei lernt: Dolly Alderton, Shootingstar der englischen Literatur, weiß wirklich alles über desaströse Dates, chaotische Nächte und falsche Entscheidungen. Sie weiß, wie es ist, wenn einem das Herz gebrochen wird – aber auch, wie man es flickt. Denn vor allem erzählt Dolly so brutal ehrlich wie unfassbar komisch vom großen Glück der Freundschaften, die fürs Leben sind und nicht nur Lückenfüller zwischen Liebhabern. Dolly Alderton kennt alle Seiten der Liebe, die guten und die dunklen. Da ist der Guru, der tief in ihr Inneres schauen kann und der sich am Morgen nach der lang ersehnten ersten Nacht doch aus dem Staub macht. Oder ein dubioser Kerl in New York, der sie zu einem Dreier überreden will. Oder der verplante Hippie, für den sie sich die Haare abrasiert. Und dann stellt Dolly plötzlich fest, dass es Liebe auch ganz anders gibt und dass die Freundschaften mit ihren Mädels ihr mehr über die Liebe beigebracht haben als alle Männer. Freundinnen, die für einen da sind, wenn man nicht weiß, wovon man die Miete zahlen soll, wenn eine Beziehung zerbrochen ist oder die Rod-Stewart-Mottoparty nach hinten losgeht.

Meine Meinung: Als ich die Leseprobe bei Vorablesen gelesen habe und dann die Gewinnbenachrichtigung erhielt, dachte ich, ich kann mich auf eine Sammlung lustiger Partyanekdoten freuen und das Buch hinterher weitergeben. Dass das aber nur zum Teil stimmt und dass dieses Buch schon jetzt zu einem meiner Lesehighlights 2019 gehören wird, hatte ich nicht erwartet.
Das autobiografische Buch hat mich unglaublich an Sex and the City erinnert. Die Männergeschichten, die unglaublich enge Freundschaft zwischen ein paar Frauen....aber genau wie die Serie eben nicht auf die oberflächliche, sondern oft auch sehr tiefgründige und humorvolle Art und Weise.
Es geht um das Erwachsenwerden einer jungen Frau. Um den Wunsch, endlich erwachsen und für sich selbst verantwortlich zu sein. Um das Entstehen von Freundschaften. Um ausschweifende Partys und Filmrisse. Um die Suche nach der großen Liebe. Um Sucht und Krankheit. Um Verluste. Und um die große Frage, was man selbst möchte und was einen selbst ausmacht.

Das Buch erzählt keine chronologische Geschichte, sondern springt zwischen den einzelnen Episoden im Leben von Dolly hin und her. Dennoch ist es nie verwirrend, und viel schöner fand ich, dass man durch die Sicht auf die Dinge die Weiterentwicklung der Autorin erkennen kann. Durch jede weitere Anekdote setzt sich ein Puzzleteilchen an die richtige Stelle und am Ende des Buches steht die Autorin quasi wie ein offenes Buch vor einem. Ich hatte am Ende des Buches das Gefühl, Dolly schon ewig zu kennen.

Genau so wie die Geschichten ein wunderbarer, authentischer Mix aus Verrücktem und Alltäglichem, aus Lustigem und Traurigem, aus Banalem und Tiefsinnigem sind, ist auch das Buch sehr vielseitig aufgebaut. Es gibt "Bad-Date-Tagebücher", in denen Dolly von ihren schlimmsten Date-Erfahrungen erzählt, Rezepte (z.B. für Kater-Käse-Maccaroni), Listen wie die wöchentliche Einkaufsliste, auf der Sachen wie "eine nie endende Versorgung mit Cheddar" vermerkt ist und zu guter Letzt einige ihrer in Zeitschriften erschienenen Kolumnen (zumindest gehe ich davon aus, dass es ihre Kolumnen sind. Erklärt wird es nicht.). Die Mischung macht das Lesen abwechslungsreicher. Und besonders die Kolumnen haben mich so oft zum Schmunzeln gebracht, weil sie quasi eine ehrliche Version von Einladungen zum Dinner, zum JGA, zur Hochzeit, zur Babyparty etc. sind. Dort stehen die Dinge drin, die sich viele vielleicht denken, aber natürlich nie sagen. Dazu noch etwas Übertreibung und die Lacher sind garantiert.

Es wird Craftbeer geben, das meine Mitbewohnerin auf unserem Neubau-Balkon in Penge gebraut hat. The Death of Hackney schmeckt ein bisschen wie vegetarischer Brotaufstrich mit Sprudel und riecht wie eine Harnweginfektion. Für 13 Pfund die Flasche seid ihr dabei. Prost!
Außerdem geht eine Spardose für eure wohltätigen Spenden - so klein oder groß ihr mögt - herum, die für einen wirklich sinnvollen Zweck eingesetzt werden: mich. Der Nachfolger von Ulrika befindet sich derzeit in der Vorproduktion, und ich will ihn möglichst schnell fertigstellen, habe aber keine Lust, so wie alle anderen irgendeinen doofen Job anzunehmen (genau wie Kerouac bin ich einfach kein Morgenmensch).

In einer Kolumne sammelt sie extra Themenvorschläge für Diskussionsthemen, um die Gäste schon im Vorfeld auf die ihrer Meinung nach an so einem Abend unausweichliche Phase der Langeweile vorzubereiten.

- Ist es Kunst, wenn auch ich es produzieren könnte?
- Wie spät ist zu spät, um Kinder zu bekommen?
- Ist es okay, dass Matthew ein Ramones-Shirt trägt, auch wenn er keinen einzigen der Ramones oder einen ihrer Songs nennen kann?

Man durchläuft mit der Autorin viele Phasen, manchmal nervt sie einen (z.B. als sich eifersüchtig auf die erste große Liebe ihrer besten Freundin ist), aber man kann ihr auch nie wirklich böse sein, denn sie hält einem immer irgendwie den Spiegel vor und man kann sich in sie hineinversetzen.
Auch wenn sie - zumindest in ihrer Party-Phase - definitiv zu der Art Frauen gehört hat, die mir seit jeher tierisch auf den Wecker gehen, hab ich sie richtig in mein Herz geschlossen. Und ich habe beim Lesen festgestellt, dass ich in vielen Dingen genau so bin, wie ihre beste Freundin Farly.

Nirgendwo sind die Unterschiede zwischen Farly und mir größer als beim Thema Liebe. Farly ist der Typ heimelige, zusammenlebende, ergebene, langfristige Bilderbuch-Monogamistin. Der Teil einer Beziehung, den ich am aufregendsten finde - die umbekannten, hochriskanten, spannenden ersten paar Monate, in denen man kaum essen kann vor lauter Schmetterlingen im Bauch - hasst sie am meisten. Der Teil, vor dem ich Angst habe - Grillabende  bei der Familie des Freundes, zwei Couchpotatoes an einem Samstagabend vor der Glotze, lange gemeinsame Fahrten auf der Autobahn-, ist für sie der absolute Himmel.

Ihr könnt gerne mal ein paar meiner Freundinnen fragen, wie oft ich so was schon gesagt habe :D Ich find es immer cool, etwas zu mir passendes in einem Buch zu entdecken.

Das Buch ist einfach alles. Unterhaltsam, tiefsinnig, lustig, traurig. Dolly Alderton hat definitiv einen neuen Fan gewonnen! Ich kann nur allen ans Herz legen, dieses wunderbare Buch zu lesen und beende die Rezension mit einem Ratschlag von ihr:

Nutze jede Gelegenheit, um nackt im Meer zu schwimmen. Finde deinen eigenen Weg, es zu tun. Wenn du irgendwo in der Nähe einer Küste unterwegs bist und das salzige Lecken des Meeres in der Luft riechen kannst, dann park das Auto, zieh deine Klamotten aus und hör nicht auf zu rennen bis du bis zu den Nippeln im eiskalten Ozean stehst.

Ich könnte noch weiter zitieren, aber das ufert zu sehr aus ;)
Lest es einfach!

Titel und Cover: Das Cover war der Grund, dass ich die Leseprobe noch schnell am Sonntagabend auf den letzten Drücker gelesen habe. Die Idee der Gestaltung und auch des Titels finde ich super witzig und mehr als passend zum Buch.


Würdest du dieses Buch erneut lesen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Buch noch oft in die Hand nehmen werde. Nicht nur wegen den Rezepten ;)

Dienstag, 19. Februar 2019

(unbezahlte Werbung wegen Nennung) Owlcrate Box Mai 2018 - Fight like a girl

Meine vorletzte Owlcrate Box :((( Aber ich denke, ich kann nicht mehr lange widerstehen und werde mich wieder anmelden :D
Schauen wir mal. Die Fight like a Girl Box war jedenfalls - wie immer - richtig genial!


 Als allererstes kugelte mir diese Bath Bomb von Whipped Up Wonderful entgegen. So was geht ja immer. Hat auch sehr schön geduftet und die Badewanne voll geglitzert :D.

Pins! Ich liebe Pins. Der erste hat den allseits bekannten "When in doubt go to the library" Spruch von Hermine aufgedruckt und ist von Out of Print. Der zweite gehört zum Buch dieser Box und darauf steht "Breathe Fire". Richtig cool.
 Altbekannte Zeitschrift, der Button und die Monatskarte.
Das Poster von Melie Scribbles stellt Inej aus Six of Crows dar. Das lese ich ja seit einiger Zeit und kann deswegen schon sagen, dass sie echt perfekt getroffen ist. Genau so habe ich sie mir vorgestellt :)
Ein Lesezeichen von Indigo Eleven , Lesezeichen kann man nie genug haben. Und der Spruch darauf passt mehr als gut zum Thema der Box.
Mein liebstes Stück aus der Box ist designt von Evie Seo und inspiriert von A Court Of Wings And Ruins. Ist es nicht schön? Das kommt irgendwie nahe an meine Bücherregale oder übers Bett!
Und wie ihr seht gab es diesen Monat wieder mal zwei Bücher. Jackpot! Das rechte - Sky in the deep - ist das Hardcover und auch das, auf welches sich der unten abgedruckte Brief der Autorin bezieht. Beide klingen echt spannend, aber noch hab ich keines gelesen. Kommt alles noch :)

Das Thema der Juni Box heißt passenderweise Summer lovin' und ich überrasche sicher niemanden mehr, wenn ich sage, dass auch diese Box wieder echt toll geworden ist. Das ist dann meine letzte Box - vorerst. Seid gespannt!

Sonntag, 17. Februar 2019

(Unbezahlte Werbung wegen Nennung) Die Leben danach - Thomas Pierce


Zusammenfassung: Jim Byrd lebt in Shula, einer vergreisten Kleinstadt in den Südstaaten. Er ist Kreditberater, ein absoluter Durchschnittstyp. Bis eines Tages sein Herz stehen bleibt. Er ist tot – wenn auch nur für ein paar Minuten. Das ist allemal Grund zur Beunruhigung. Was Jim aber vor allem beschäftigt, ist, dass er in diesen wenigen Momenten keinerlei Nahtoderfahrung gemacht hat. Er erinnert sich nur an eines: das totale Nichts. So wird ihm ein Gerät, das ihm zur Überwachung seiner Herzaktivität implantiert wird, zur Obsession. Und er kann nicht aufhören sich zu fragen: Was ist es, was uns nach dem Tod erwartet? Die Suche nach Antworten erschüttert seinen Glauben an alles, was ihn umgibt: die Realität selbst.
Doch als Annie, seine alte Highschool-Liebe, wieder in sein Leben tritt, muss Jim sich ganz anderen Herausforderungen stellen. Jenseits hin oder her, wenn er mit Annie zusammen sein will, muss er das Leben im Hier und Jetzt bei den Hörnern packen.


Meine Meinung: Das Buch habe ich bei Vorablesen rezensiert und fand die Leseprobe zwar okay aber mehr auch nicht. Ich konnte mir vor allem auch gar nicht vorstellen, wohin mich die Geschichte genau führen würde und in welcher Form. Tatsächlich hat mich das Buch dann aber doch richtig gepackt, denn das Grundthema ist letztendlich genau das, was in der Zusammenfassung schon erzählt bekommen. Jim fragt sich nach seiner traumatischen Erfahrung seines Herzstillstands, was nach dem Tod mit ihm passiert und das Buch behandelt dieses Thema auf eine einfühlsame und gleichzeitig wahnsinnig erfrischende Art und Weise.
Stellenweise ist es sogar ein bisschen Science Fiction-mäßig, aber nie so, dass es zu viel ist. Die Ideen, die im Buch thematisiert werden (z.B. die Hologramme) fand ich sehr authentisch. Wer weiß, wie viel davon noch wahr wird.


Letztendlich behandelt das Buch eine der absolut universellen Fragen, die jeden Menschen auf dieser Erde irgendwann mal beschäftigt und ich fand die verschiedenen Sichtweisen, die das Buch aufzeigt, sehr spannend. Jim gerät in verschiedene Situationen im Laufe seines Lebens, in denen er immer wieder auf unterschiedliche Art mit dem Thema konfrontiert wird. Sei es ein Lokal, in dem es spukt, eine neue, aufgeschlossene Kirchengemeinde oder schlicht und einfach der Tod seines Vaters, der ihn haltlos und mit noch mehr Fragen zurück lässt. Da ich auch zu der Sorte gehöre, die zwar nicht an ein konkretes Leben nach dem Tod glaubt, ich mir aber irgendwie auch sicher bin, dass wir nicht ganz verschwinden, war das Buch wirklich eine interessante Lektüre mit vielen neuen Anregungen.
Ich finde den Gedanken einfach schön, dass irgendwas von uns, sei es die Seele, eine Art von Bewusstsein etc., hier bleibt, erhalten bleibt.


Titel und Cover: Zugegeben, das Cover finde ich nicht wirklich missglückt, aber etwas verwirrend. Der Hund hat durchaus Bezug zur Geschichte und die verschiedenen "Rahmen" stehen vermutlich für die Vielschichtigkeit der Geschichte. Letztendlich passt auch das Verwirrende eigentlich sehr gut, da das Thema an sich nun mal auch sehr vielseitig und verwirrend sein kann. Also passt es letztendlich doch ziemlich gut. Den Titel fand ich sofort klasse, denn er spielt auf die vielen Ideen an, die im Buch vorkommen, was nach dem Tod mit uns passieren könnte. Gutes Gesamtkonzept!


Würdest du das Buch erneut lesen? Ja auf jeden Fall. Es wäre auch ein gutes Geschenk für Freunde, die gerne ein bisschen philosophieren :)



Dienstag, 29. Januar 2019

Verbrauchermacht

Leute, Frau Krög muss sich mal wieder ein bisschen aufregen und an eure Vernunft appellieren. Ob das so sinnvoll ist, sei mal dahin gestellt, weil es momentan ja eh ein kleiner Trend ist und viel in den Medien darüber gesprochen wird, aber es schadet nicht, denke ich. Jede Stimme zählt und so.


In den letzten Wochen bin ich wieder vermehrt in Situationen geraten, in denen mir klar geworden ist, dass ich viel mehr Hinterfragen und Nachdenken muss, bevor ich etwas kaufe bzw. Dienste in Anspruch nehme. Wenn eine Dienstleistung oder ein Produkt sehr günstig ist, dann kann das verschiedene Gründe haben. Die Ware ist vielleicht ein Auslaufmodell, es gibt Überproduktion oder die Produkte sind B-Ware mit kleinen Mängeln. Oder die Firma macht vielleicht nicht viel Werbung, spart an aufwendiger Verpackung oder Produktpräsentation. Es kann aber auch sein, dass dahinter eine ganze Menge an - entschuldigt das dramatische Wort, aber es passt manchmal einfach zu gut - ausgebeuteten Mitarbeitern steckt. Erst letztens habe ich z.B. erfahren, dass ein junges, aufstrebendes Unternehmen die Mitarbeiter schön über Zeitarbeit einstellt. Nennt mich naiv und idealistisch, aber wäre es nicht erstrebenswerter, langsamer zu wachsen und dafür die vorhandenen Mitarbeiter vernünftig zu bezahlen?
Zeitarbeit ist für mich so ein wunderbares Beispiel für ein absolut fehlgeleitetes Projekt. Ich verstehe den Ursprungsgedanken. Wenn ein Unternehmen schnell einen Mitarbeiter benötigt um z.B. Krankheitsfälle zu ersetzen oder auch wenn ein Mitarbeiter fristlos gekündigt wird und man schnell Ersatz braucht, kann man auf einen großen Datenpool einer Zeitarbeitsfirma zurückgreifen und schnell jemanden bekommen. Nicht schön finde ich es allerdings, dass es mittlerweile in vielen Firmen so läuft, dass Mitarbeiter jahrelang über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt werden. Meiner Meinung nach sollte man jemanden, den man schätzt und der gute Arbeit abliefert, auch ganz normal bei sich einstellen und nicht einer Zwischenfirma Geld bezahlen.
Für mich ist es auch ein großer Unterschied, ob jemand einfach nicht mehr Lohn zahlen kann oder ob es aus Arroganz passiert. Ich habe in den letzten Wochen von Aussagen wie man sehe nicht ein, für diese und jene Tätigkeit 10 € Stundenlohn zu bezahlen. Oder ein Freund hat kurz nach seiner Ausbildung auf die Frage hin was er denn verdienen möchte gemeint, es wäre schön, 1.100 € netto raus zu bekommen. Die Antwort lautete "So viel zahle ich nicht.".
Ganz ehrlich? Da platzt mir die Hutschnur.
Solche Aussagen können meiner Meinung nach nur von Menschen kommen, die den Bezug zur Realität verloren haben. Ja, 10 € sind über dem Mindestlohn. Das heißt aber nicht, dass man damit reich wird. Im Gegenteil! Es ist klar, dass man einem Architekten oder einem Arzt mehr bezahlt als einem Maler oder einer Putzfrau, aber wenn ich es als Arbeitgeber kann, dann finde ich 10 € die Stunde für jede Art von Tätigkeit mehr als angebracht. Und bei Leuten, von denen ich weiß, dass sie drei-, vier-, fünfmal so viel verdienen kann ich das irgendwie erst recht nicht ernst nehmen. Ja, mehr Verantwortung verdient mehr Geld, aber mehr Verantwortung erfordert auch etwas, was du in keinem Studium lernen kann. Soziales Verständnis und Verantwortungsbewusstsein!
Es kommt wie immer auf das Wie an. Wie schon gesagt, wenn ich es mir anders nicht leisten kann, dann ist das okay. Und wenn die Arbeit wertgeschätzt wird und man auch mal ein ehrliches "Danke!" oder auch mal ein "Wie läuft es so bei dir? Klappt alles?" hört, dann macht es auch direkt mehr Spaß und gleicht ne Menge an fehlendem Geld auf.
Aber den Lohn nur nicht zu zahlen, weil man die Arbeit für nicht wichtig genug hält ist mir mehr als unsympathisch. Dann sollen diese Leute den Job doch selbst machen für weniger Geld. Echt mal!


Ich habe mir fest vorgenommen, noch viel mehr zu hinterfragen und mein Einkaufsverhalten anzupassen, wenn mir so was zu Ohren kommt. Wir fliegen z.B. aus Prinzip nicht mehr mit Ryan Air. Da verzichte ich dann lieber im Urlaub auf ein paar mal Essen gehen oder bleibe eine Nacht weniger. Genau so ist es mit Amazon. Ich weiß noch, wie ich für unsere Hochzeit bei einer kleinen Firma das Papier für unsere Einladungskarten bestellt habe. Die Ware kam superflott an und neben den bestellten Sachen lagen noch ein paar Sticker und Karten dabei und ein Brief, in dem man sich für meine Bestellung bedankt, das Team vorgestellt und am Schluss geschrieben hat, dass sie sich wirklich freuen würden, wenn ich das nächste Mal direkt bei denen im Online-Shop bestelle, ohne Zwischenhändler, denn dann müssten sie keine Gebühren mehr bezahlen. Bäm. Da hab ich mich erst mal schlecht gefühlt. Wir sind alle so darauf gepolt, alles schnell und bequem und billig zu bekommen, dass wir uns nicht mal 30 Sekunden Zeit nehmen, um den Firmennamen zu googlen.
Seitdem gibt's bei mir gar nichts mehr von Amazon. Fällt mir eh nicht schwer, da ich selten online bestelle, aber trotzdem.


Ich dachte, ich teile diese Situationen mal mit euch. Sicherlich gibt es da noch viel mehr, was mir grade nicht einfällt. Und vielleicht habt ihr ja selbst auch schon mal etwas Ähnliches erlebt und wollt davon berichten? Wo ihr nicht mehr hingehen oder einkaufen würdet? Davon profitiere ich dann ja auch wieder :)
Oder es regt den ein oder anderen von euch an, mal genauer hinzuschauen. Mir ist klar, dass ich damit jetzt nicht wie Welt rette, aber ich denke nach wie vor, dass jeder Mini Schritt zählt. Schaden kann es so oder so nicht!


Das Gute ist, dass ich wieder mal ganz demütig geworden bin und bemerkt habe, wie dankbar ich für meinen Arbeitgeber sein kann. Ich habe 30 Tage Urlaub, tarifliche Bezahlung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Beihilfe, Kaffee umsonst. Das ist Luxus pur und ich merke immer wieder, dass es in der heutigen Arbeitswelt alles andere als selbstverständlich ist.
Darauf stoße ich heute Abend mal an :)!

Sonntag, 27. Januar 2019

Werbung (wegen Nennung/unbezahlt) Owlcrate Box April 2018 - Shadows and Secrets


Ihr fragt euch bestimmt schon, warum ich euch seit einem dreiviertel Jahr die Owlcrate Boxen nicht mehr vorstelle. Zum einen liegt das daran, dass ich auch hier nicht mehr hinterhergekommen bin, zum anderen fehlen aber auch gar nicht mehr so viele Boxen, denn ich habe nach meiner Juni Box 2018 mein Abo vorläufig auf Eis gelegt. Ich habe einfach gemerkt, dass ich ein bisschen zu viel Geld ausgebe und lieber eine Zeit lang etwas kürzer treten möchte. Allerdings fehlen mir die Boxen schon sehr und es könnte sein, dass ich demnächst wieder anfange. Zumal ich jeden Monat die wunderschönen Dinge sehe, die Owlcrate so verschickt hat. ;)
Drei Boxen kann ich euch aber noch zeigen. Im April war das Motto "Shadows and Secrets". Das kann ja eigentlich nur gut gehen. Und direkt die ersten beiden Sachen aus der Box fand ich schon absolut klasse.

Dieser Kaffee hier von Bones Coffee ist direkt mit ins Büro gewandert und als meine Kollegin und ich ihn zum ersten Mal probiert haben, waren wir verzaubert. Er schmeckt ganz anders als deutscher Kaffee, immer mit einer leichten Karamell-Note. Ein Blick auf die Website hat mich ganz ungläubig gucken lassen. Wahnsinn, was die für komische Kaffeesorten anbieten. Daraus entstand dann auch spontan die Idee, einer Freundin Maple Bacon Kaffee zu schenken, weil sie so auf Bacon steht :D Den muss ich echt mal noch probieren. Und auch ich habe mir direkt ein Probierpaket zusammen gestellt und fand alle Sorten bis jetzt echt geil. Demnächst gibt's nochmal eine Bestellung! Ein absoluter Volltreffer.
Jeder, der hier immer brav mitliest, weiß genau, wie sehr ich Notizbücher und Schreibutensilien liebe. Daher war meine Freude über diese geilen Bleistifte von Jubilee Design Studio mit Harry Potter Zitaten (z.B. I solemly swear that I'm up to no good) wie für mich gemacht. Auch da gibt es so schöne Dinge, dass ich demnächst vielleicht mal eine Bestellung aufgebe.

Die Kissenhülle von Stella Bookish Art gefällt mir zwar optisch, hat aber das selbe Problem wie die andere Hülle, die Owlcrate schon mal verschickt hat. Sie ist auf der anderen Seite weiß, was meiner Meinung nach gar nicht passt, und ist außerdem aus Satin Stoff. Und den mögen meine Haare wirklich so gar nicht!
Die Seife von Soap Cauldron war dann wieder super, denn wir sind komplett von Flüssigseife in Plastikverpackungen auf Stückseife umgestiegen. Daher habe ich mich sehr gefreut und sie riecht wirklich fantastisch.

Dann lag eine Leseprobe von Legendary dabei, Teil 2 vom Caraval Buch, welches mich ja wirklich sehr begeistert hat. Eine schöne Idee und die Leseprobe hat mir super gefallen. Legendary steht definitiv auf meiner Wunschliste!
Das Owlcrate Magazin, der Button und die Monatskarte durften natürlich nicht fehlen. Übrigens: Ich sage ja immer, dass ich mit den Buttons nicht wirklich etwas anfangen kann, weil ich sie selten schön finde. Vor kurzem hat Korinna von Owlcrate bekannt gegeben, dass es demnächst statt Buttons Emaille-Pins geben wird. OMG <3 Die Idee gefällt mir jetzt schon so viel besser!!!

Das Buch für diesen Monat kam neben dem Brief an die Leser mit einer Postkarte daher und es klingt super spannend. Bin selbstredend noch nicht dazu gekommen, es zu lesen, aber das ändert sich hoffentlich bald.

Und zu guter Letzt noch die Preview Card:
Auch wieder ein tolles Motto, bei dem ich sofort an Hermine denken musste! :)

Insgesamt eine super Box für mich!!!