Katrin Zipse erzählt einfühlsam und lebendig anhand eines fast vergessenen Stücks Geschichte, was es heißt, zu einer neuen Sprache zu finden.
Sonntag, 29. März 2026
[kostenloses Rezensionsexemplar] Moosland - Karin Zipse
Katrin Zipse erzählt einfühlsam und lebendig anhand eines fast vergessenen Stücks Geschichte, was es heißt, zu einer neuen Sprache zu finden.
Donnerstag, 8. Januar 2026
[kostenloses Rezensionsexemplar] Himmlischer Frieden - Lai Wen
Zusammenfassung: Lai wächst in einem trubeligen Arbeiterviertel in Peking auf. Ihr Vater redet nicht, die Mutter interessiert sich nur für das Geschehen auf dem Hausflur, einzig die Großmutter ist wirklich präsent, kompromisslos in ihrer Liebe zu ihren Enkeln.
Bei einem Nachbarschaftsstreich lernt die junge Lai die Härte des Regimes kennen. Sie zieht sich zurück in die Welt der Bücher und erlangt ein Stipendium an der renommierten Peking-Universität. Dort eröffnet sich ihr eine neue Welt, in der die Meinung frei gesagt wird. Während sich der Widerstand gegen das Regime formiert, findet Lai ihre eigene Stimme und Freunde, die an ihrer Seite stehen auf dem Platz des Himmlischen Friedens.
[kostenloses Rezensionsexemplar] Sie haben Ihr Toupet ins Glücksrad geschmissen - Sybille Bullatschek
Zusammenfassung: Ein neues Fernsehquiz versetzt das Haus Sonnenuntergang in helle Aufregung. In der „Ü80 Show“ können drei Senioren und eine Pflägekraft 50.000 Euro gewinnen.
Diese Chance lässt sich Sybille Bullatschek natürlich nicht entgehen und bewirbt kurzerhand das Heim für einen Auftritt in der Sendung, natürlich ohne ihren Chef, Herrn Otterle, einzuweihen.
Als die Zusage kommt muss sie nicht nur ihn von der Wichtigkeit der Show überzeugen, sondern auch die euphorischen Senioren im Zaum halten, die ihrem Auftritt in der Show entgegenfiebern und das komplette Heim in den Wahnsinn treiben.
Und als hätte die engagierte Pflägekraft nicht schon an genügend Fronten zu kämpfen, wollen ihr ausgerechnet jetzt auch noch ein paar Kolleginnen den Platz auf dem Quizstuhl streitig machen. Bei so viel Trubel sollte doch wenigstens das Privatleben etwas Entspannung bringen, aber auch hier geht es wieder drunter und drüber. Der attraktive Jean-Luc taucht unverhofft in Sybilles Leben auf und verdreht ihr gewaltig den Kopf. Eigentlich könnte alles so schön sein, wäre da nicht ihre Schusseligkeit, dank der sie den hübschen Franzosen fast ins Jenseits befördert.
Mittwoch, 7. Januar 2026
[kostenloses Rezensionsexemplar] Komm mit in die Welt von Morgen - Katja Diehl und Emily Claire Völker
Die SPIEGEL-Bestsellerautorin („Autokorrektur“ und „Raus aus der AUTOkratie“) macht nicht nur Kindern, sondern auch erwachsenen Leser*innen Lust auf Veränderung und lädt in ihrem ersten Kindersachbuch auf eine spannende Reise in die Welt von morgen ein.gemeinsam mit der fünfjährigen Hauptfigur Hope tauchen die Leser*innen in eine Welt der Zukunft ein, in der es viel Spannendes und Neues zu entdecken gibt
kindgerecht erklärt mit Beispielen aus der Lebensrealität von Kindern aus der Stadt sowie vom Land
farbenfrohe Illustrationen mit starker Message von Emily Claire Völker, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern
zahlreiche Tipps und Anregungen für Eltern und Bezugspersonen
zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren
Katja Diehl hat sich voll und ganz dem Mobilitätswandel verschrieben und bringt das Thema nun auch Kindern ab 5 Jahren näher. Kindgerecht erklärt entdecken die Leser*innen zusammen mit der fünfjährigen Hauptfigur Hope die Welt von morgen. Wie hat sich das Zusammenleben der Menschen verändert? Wie sieht der Schulweg in der Zukunft aus? Oder wo spielen Kinder in der Welt von der fünfjährigen Hauptfigur Hope? Mit vielen Beispielen holt Katja Diehl die Kids in ihrer Lebensrealität ab, regt zum Nachdenken und Diskutieren an und macht Lust, sich gemeinsam für eine bessere Zukunft einzusetzen.
Freitag, 9. Mai 2025
[kostenloses Rezensionsexemplar] Cinema Love - Jiaming Tang
Zusammenfassung: Während in einem Kino in der chinesischen Provinz Fuzhou alte Kriegsfilme laufen, finden Old Second und Shun-Er in der Privatsphäre der Vorführräume eine große, aber verbotene Liebe. An der Kinokasse verkauft Bao Mei Tickets an nervöse Männer, hütet ihre Geheimnisse, berät sie in ihrem Liebesleben und findet schließlich ihr eigenes Glück. Doch als Shun-Ers Frau die Homosexualität ihres Ehemanns aufdeckt, trifft sie eine verhängnisvolle Entscheidung, die die Leben aller Beteiligten aus den Angeln hebt. Old Second und Bao Mei werden daraufhin in eine höchst ungewisse Zukunft in Amerika getrieben, wo sie feststellen, dass für viele Einwanderer der amerikanische Traum eben doch nur das ist: ein Traum. Zwischen den Reisfeldern Chinas und den Malls der USA entspinnt Jiaming Tang eine hochemotionale Geschichte um die Männer, die ihre Wahrheit nicht leben können, und die Frauen, die sie geheiratet haben.
Sonntag, 27. April 2025
[kostenloses Rezensionsexemplar] Game of Noctis
Zusammenfassung: Ein magisches Abenteuer steht Pia bevor. Zusammen mit dem Team der Seefüchse macht sie bei Noctis mit, dem wichtigsten und zugleich gefährlichsten Spiel in ganz Dantessa. Dort müssen Pia und ihre Freunde gegen andere Teams antreten, ohne vorher zu wissen, welche Aufgaben auf sie warten. Werden sie unter Wasser oder über den Dächern der Stadt kämpfen, mit Degen oder vielleicht mit Marshmallows? Auf alles müssen sie sich vorbereiten und entdecken dabei ganz unerwartete Verbündete und auch, wer eigentlich hinter den Spielen von Dantessa steckt – eine wilde Jagd durch die Stadt und ein Kampf Gut gegen Böse beginnt.
Meine Meinung: Als ich gelesen habe, dass das Buch ab 10 Jahren geeignet ist, hätte ich nicht gedacht, dass mich die Leseprobe so fesseln würde, wie sie es getan hat und habe eher beim Gewinnspiel mitgemacht, um das Buch für eines meiner Patenkinder zu gewinnen. Aber dann war ich doch selbst direkt gefangen in der Geschichte. Die Idee einer Insel, auf der man seinen Lebensunterhalt- ja sogar seine Daseinsberechtigung - nur durch gutes Spielen verdienen kann, hat mich neugierig gemacht und Pia und ihr Großvater sind mir direkt ans Herz gewachsen, weshalb ich unbedingt weiterlesen wollte. Und spätestens als ich das restliche Team der Seefüchse kennenlernen konnte, war es um mich geschehen und ich hab mich gefühlt wie vom Buch verschluckt. Die unterschiedlichen Spiele, die Schauplätze auf der Insel, die oft etwas gruselig sind, die liebevollen Figuren (vor allem die Todesfee und Serafina fand ich dermaßen spannend!), die mal gruselig, mal lustig sind, all das macht das Buch zu einer wunderbaren Leseerfahrung, die ich auch älteren Lesern sehr ans Herz legen kann. Habe mich auch manchmal gefühlt als wäre ich wieder bei dem Computerspiel Monkey Island ;)
Titel und Cover: Die Illustration passt gut zur Geschichte da die unterschiedlichen Figuren im Noctis Spiel zusammen mit der Stadt Dantessa abgebildet sind. Als Titel hätte ich eventuell nur "Noctis" gewählt, da es mich immer irritiert, wenn der Titel auf Englisch, das Buch aber auf Deutsch geschrieben ist.
[kostenloses Rezensionsexemplar] Es kann so schön sein, das Leben - Alexander Oetker
Klappentext: In unserem schnelllebigen Alltag nehmen Stress und schlechte Laune allzu oft eine große Rolle ein. Wir nehmen uns keine Zeit, um zu genießen, machen Überstunden und ärgern uns über Kinderlärm. Wie gerne würden wir dagegen so leben wie die Menschen im Süden: innerlich gelassen, naturverbunden und der Lebensfreude zugeneigt bis ins hohe Alter.
Alexander Oetker, als Korrespondent stets auf Reisen und als Restaurantkritiker Genießer von Beruf, erzählt uns auf wunderbar leichte Weise von den Menschen in den südlichen Ländern und von den Geheimnissen des Dolce-Vita-Prinzips. Diese bestehen nicht nur aus Olivenöl und Siesta, sondern machen eine ganze Philosophie aus, die immer wieder aufs Neue beweist: Es kann so schön sein, das Leben.
Das Wohlfühlbuch des Jahres - für ein ruhigeres und stressfreies Leben
Dienstag, 1. April 2025
[kostenloses Rezensionsexemplar] Jane Austen - von einem Mädchen, das das Schreiben liebte / Deborah Hopkinson und Qin Leng

Montag, 17. März 2025
[kostenloses Rezensionsexemplar] Ich erkenne eure Autorität nicht länger an - Glenn Bech
Zusammenfassung: Wie kann es sein, dass Kunstschaffende sich in ihrer zur Schau gestellten Queerness sonnen, während sich Schwule andernorts nachts kaum aus dem Haus trauen dürfen – und keinen juckt’s? Wie kann es sein, dass Reiche immer reicher werden, die gebildete Großstadtelite sich in ihrem Elfenbeinturm einkastelt, während andere froh sein müssen, sich überhaupt nur die weiterführende Schule leisten zu können? Und wie vor allem kann es sein, dass die aufgeklärten Menschen in unseren westlichen Gesellschaften das alles gar nicht bemerken oder mit einer paternalisierenden Sonderbehandlung gar noch fördern?Glenn Bech, Jahrgang 1991, praktizierender Psychologe, Provinzschwuler, Mobbingopfer, aus einer Familie, von der sich die braven Bürgerinnen und Bürger im Flugzeug schaudernd abwenden, wie er selbst sagt, legt den Finger in die Wunde unserer westlichen, heterosexuellen, erfolgsverwöhnten Überheblichkeit – und zwar so, dass es schmerzt. In seiner direkten, poetischen Prosa arbeitet er sich ab an Identität und Identitäten, an der Klassengesellschaft, sozialer Gewalt, an der systematischen Diffamierung und Diskriminierung von Homosexuellen, heute, mitten in Westeuropa. Auf der anderen Seite der selbstgerechte Wohlstandsbürger, der keine Ahnung hat, wie privilegiert er eigentlich ist und entsprechend blind ist für die andere Seite. Die Essenz: »wenn etwas leicht ist für dich / ist das schön für dich«.
Sehr subjektiv, schonungslos offen, selbstentblößend, voller Wut, down to earth, bitter, provozierend, berührend – und immer auf den Punkt
Glenn Bech, in Dänemark ein regelrechter Star, hat die Sprache und den Nerv derer getroffen, die sich vergessen und verraten fühlen von Politik und Gesellschaft, der Abgehängten, Ausgegrenzten – und damit auch Leser:innen erreicht, die mit Ich erkenne eure Autorität nicht länger an zum ersten Mal überhaupt freiwillig ein Buch in der Hand halten.
Mittwoch, 15. März 2023
[kostenloses Rezensionsexemplar] Rosa kocht vegan - Rosa Roderigo
Zusammenfassung: Ich koch‘ mir die Welt so bunt, wie’s uns gefällt: Instagram-Star Rosa Roderigo zeigt auf ihrem Kanal „Rosa kocht grün“ tierfreies Kochen mit Spaß – unkompliziert und leicht und garantiert schmackofatz. Rosa präsentiert ihre neuesten Lieblingsrezepte, von Lasagnesuppe bis Köttbullar, von Grillfackeln bis Riesen-Cookies – modernes Comfort Food für jede Gelegenheit, alltagstauglich, auch für den kleinen Geldbeutel und so bunt gemischt wie das Leben heute. Und weil Herd-Held*innen wie Rosa immer eine Lösung zur Hand haben, verrät sie auch ihre besten Koch- und Foodhacks. Von wegen nur Salat und Gemüse! Rosa kocht nicht nur vegan, sondern leibspeisenlecker, einfach, bunt – und mit ganz viel Liebe!
Dienstag, 14. März 2023
[kostenloses Rezensionsexemplar] Catching up with the Carters - Fam Scharper
Zusammenfassung: Athena führt das Leben, von dem viele träumen: Glitzer und Luxus pur. Zusammen mit ihrer Familie dreht sie die angesagte Reality-TV-Show »Catching up with the Carters«. Doch der glamouröse Schein trügt. Hinter den Kulissen gibt es heftige Spannungen, und ihre Mutter lenkt den Carter-Clan mit eiserner Hand. Athena weiß, dass sie etwas unternehmen und die Show verändern muss, denn sonst wird der Ruhm der Untergang ihrer Familie sein. Der neue Produktionsassistent Sam steht ihrem Vorhaben allerdings im Weg und scheint eigene Interessen zu verfolgen. Athena ist entschlossen, sich nicht aufhalten zu lassen – egal, wie sehr Sam ihre Gefühle durcheinanderwirbelt und sie sich wünscht, sich in seinen starken Armen zu verlieren …
Das mitreißende Finale der »Catching up with the Carters«-Reihe
Montag, 19. Dezember 2022
[kostenloses Rezensionsexemplar] Ein Alman feiert selten allein - Aylin Atmaca
Zusammenfassung: Nie waren Klischees wahrer: Wie viel Alman steckt in dir?
Zu Weihnachten gehören ein geschmückter Baum, leckeres Essen, Geschenke und die Familie – das ist selbst Elif, die als Kind türkischer Gastarbeitereltern in Deutschland großgeworden ist, klar. Doch wie genau die Deutschen es mit ihren Weihnachtstraditionen und Bräuchen nehmen, wird deutlich, als Elif das erste Weihnachtsfest bei den Eltern ihres Freundes Jonas verbringt. Vom Planungswahnsinn in der Familien-WhatsApp-Gruppe über Diskussionen um nachhaltige Nordmanntannen, bis hin zum Bügeln des Geschenkpapieres aus dem letzten Jahr, bleibt ihr nichts erspart. Und schnell stellt sich die Frage, ob das wirklich noch besinnliches Beisammensein ist, oder schon der nächste Erbschaftsstreit naht.
Montag, 29. August 2022
[kostenloses Rezensionsexemplar] Dieser Beitrag wurde entfernt - Hannah Bervoets
Zusammenfassung:
Mindestens 500 Beiträge pro Tag, maximal 7 Minuten Pause, beim Gang aufs Klo läuft die Stoppuhr – die Arbeitsbedingungen bei HEXA sind hart. Aber Kayleigh gefällt der neue Job, das Gehalt ist gut, und die schrecklich verstörenden Bilder, die sie für die Plattform prüfen muss, behandelt sie mit professioneller Distanz. Als sie sich in ihre Kollegin Sigrid verliebt, scheint ihr Glück vollkommen. Bis ihre Kollegen plötzlich zusammenbrechen oder Verschwörungstheorien anhängen, und Sigrid sich immer mehr distanziert. Ist Kayleigh dem Job als Einzige gewachsen? Oder merkt sie nur nicht, wie auch ihr moralischer Kompass sich auf gefährliche Weise zu verschieben beginnt?"Dieser Beitrag wurde entfernt" ist ein faszinierender, aufwühlender Roman darüber, wer oder was bestimmt, wie wir die Welt sehen, in der wir heute leben.
Meine Meinung: Der Titel macht recht klar, worum es in dem Buch geht und der Klappentext erklärt den Rest. Da wir heutzutage ja fast alle mit der Social Media Welt irgendwie in Berührung kommen und viele von uns - ich auch - sich jeden Tag dort aufhalten und konsumieren, fand ich das Buch direkt interessant. Ich würde generell sagen, dass ich ein gespaltenes Verhältnis zu Instagram und Co. habe. Ich nutze es sehr gerne, informiere mich viel mit Hilfe diese Plattformen, find es toll, wie schnell man sich darüber vernetzen kann und liebe es auch, etwas zu posten oder mich einfach unterhalten zu lassen. Ich weiß aber auch, wie schnell es abhängig machen kann, wie leicht es missbraucht wird von Menschen, die es nicht so gut mit anderen meinen und wie schnell sich dort Hass unter dem Deckmantel der Anonymität verbreitet. Ich bin wirklich kein Freund von Gewalt, aber es wäre mir doch lieber, wenn die Menschen sich mal ne Ohrfeige in der Dorfkneipe geben würden, statt stundenlang fremde Menschen im Internet zu beleidigen. Soviel zu meiner Einstellung vor der Lektüre des Buches.
Gelesen hatte ich es dann schnell, zum Einen weil es mit 113 Seiten eh ziemlich überschaubar ist und zum anderen, weil ich es auch quasi so interessant fand, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. In dem Buch geht es wirklich ausschließlich um Kayleigh und ihre Arbeitskollegen. Ihre Familie oder ihr sonstiges Leben findet nur ganz am Rande Erwähnung. Der Fokus soll hier ganz klar auf dem Thema Social Media und unseren Umgang damit liegen.
Ich habe mir bislang nur sehr begrenzt Gedanken darum gemacht, welche Filter Firmen wie Instagram, Facebook, TikTok und Co. ansetzen und vor allem, wer sie ausführt. Sicherlich wird es Automatismen geben, die bestimmte Inhalte blocken. Aber letztendlich werden auch dort Menschen vorm PC sitzen, die sich viele Einzelfälle angucken müssen. Dazu reicht ein Blick unter Beiträge auf Web.de.....dort scheinen sich fast nur Trolle zu tummeln.
Jedenfalls geht es in der Geschichte genau darum. Nach welchen Richtlinien löschen wir Online-Beiträge? Wer entscheidet das? Und wie schnell stumpfen wir ab? Die Rahmenhandlung des Buches ist, dass Kayleigh ihre Erlebnisse bei HEXA einem Anwalt schildert, der gegen das Unternehmen vorgehen will. Denn sie scheint die harten Arbeitsbedingungen (immer mehr Tickets abarbeiten in immer weniger Zeit, schlimme Bilder, verletzende Bilder...) besser wegzustecken, als andere. Sie kann besser Distanz wahren. Sie verliebt sich sogar in eine Arbeitskollegin, Sigrid. Doch gegen Ende des Buches wird die Gefahr der Arbeit und des ständigen Konsums immer deutlicher. Einige ihrer Arbeitskollegen öffnen sich immer mehr verschiedenen Verschwörungstheorien und als auch Sigrid beginnt, an Thesen wie die flache Erde zu glauben, gerät auch Kayleighs Welt immer mehr aus den Fugen.
Lediglich das Ende habe ich - glaube ich - nicht ganz verstanden. Sollte noch jemand das Buch gelesen haben: Ich bin zum Austausch bereit ;)
Aber das Buch hat mich definitiv dazu gebracht, noch intensiver über die Themen nachzudenken, die mich eh öfter beschäftigen. Wie viel Schaden richtet anonymer Hass im Internet an, wem folge ich, was teile ich? Wie finde ich heraus, ob wahr ist, was geschrieben wird? Spannend! Ich möchte auch die Autorin aus ihrem Schlusswort zitieren:
"Dieser Roman ist ein Werk der Fiktion, die Figuren und ihre Erlebnisse sind frei erfunden. Übereinstimmungen mit der Wirklichkeit sind jedoch alles andere als zufällig"Donnerstag, 25. August 2022
Bochum Total 2022
Wie versprochen melde ich mich jetzt zumindest mal wieder ein kleines bisschen öfter. Und auch wenn ich quasi nur noch Zeit für Buchposts habe seit einigen Jahren, möchte ich das ein oder andere Ereignis doch nicht unerwähnt lassen.
Die letzten zwei Jahre gab es nämlich leider nicht viele Ereignisse, wie ja sicher alle wissen. Und selbst wenn es welche gab, haben wir sie uns oft verkniffen, aus Rücksicht, aus Selbstschutz (und ich musste mir dazu wahrlich oft genug ein nachträgliches "Aber es hat sich letztendlich niemand auf der Party angesteckt" oder auch ein "Aber man kann ja nicht ewig Zuhause bleiben" anhören) usw. Das stimmt auch, aber dennoch wollten wir warten, bis wir zumindest geimpft sind. Und nachdem ich mir im Juni dann doch noch Corona eingefangen habe (übrigens nach der ersten Woche in diesem Jahr, in der ich mal wieder so richtig Schlag auf Schlag unterwegs war mit Dienstreise, Betriebsausflug und Rockhard-Festival), dachten wir uns: Bochum Total - Wir kommen!!!
So sehr, dass ich mich gar nicht auf Aylins Arbeitskollegen konzentrieren konnte. Denise (hoffe, der Name stimmt :D) meinte irgendwann zu mir "Du bist auch eher ne Ruhige, oder?" ;)

Mittwoch, 22. Juni 2022
[kostenloses Rezensionsexemplar] Strahlemann - Fritz Schäfer
Zusammenfassung: Der 1Live-Moderator Fritz Schaefer erzählt in seinem ersten Buch meisterhaft von den schönen, schrägen und schrecklichen Erlebnissen in seiner Kindheit und Jugend.
Als kleiner Junge verbringt er viel Zeit mit seinen kauzigen, einander hassliebenden Großeltern. Gleichzeitig muss er sich anstrengen, im Schatten seiner schwerbehinderten kleinen Schwester nicht übersehen zu werden. Und während er Jahre später alle Mühe hat, sich durch die Pubertät zu kämpfen, entscheidet sich seine Mutter von heute auf morgen für eine Karriere als Sexualtherapeutin. Trotz allem bleibt Fritz stets der »Strahlemann« und sorgt für gute Stimmung – bis er sich eines Tages auch noch unsterblich verliebt.
Es ist das generationenübergreifende Thema: Wie kann es gelingen, sich von den kleinen und großen Verletzungen, die man in der Kindheit erfahren hat, zu lösen und sie irgendwann auch zu verzeihen?
Montag, 8. November 2021
Vegane American Cookies
Das gab es ja schon ewig nicht mehr: Ein Rezept auf diesem Blog. Aber ich hab in letzter Zeit mal wieder gebacken und zwei Rezepte haben mich so geflasht, dass ich finde, sie müssen mit der Welt geteilt werden. Das erste ist ein Rezept für Kekse, die wie diese typischen, weichen American Cookies schmecken, allerdings sind sie vegan, zuckerarm und gesünder. Das Originalrezept hab ich von einem Insta-Account, allerdings hab ich es so sehr abgewandelt, dass ich es hier nicht angebe. Im Original waren keine Nüsse, keine Schokolade, normaler brauner Zucker und sowieso viel zu viel Zucker.
Lange Rede, kurzer Sinn: Hier kommt das Rezept.
Zutaten:
- 180 g zarte Haferflocken
- 50 g Haselnüsse
- 50 g gehackte Nüsse (was ihr da habt...bei mir waren es jetzt Pecannüsse und Macadamia)
- 80 g Dinkelmehl
- 80 g Kokosblütenzucker
- 80 g Birkenzucker/Xylit (ihr könnt natürlich statt der zwei Zuckerarten auch 160 g Rohrzucker nehmen)
- 8 g Backpulver
- 8 g Vanilleextrakt
- 60 g Apfelmus
- 180 g weiche vegane Butter (z.B. Alsan, normale Margarine geht aber auch)
- eine kleine Handvoll veganer Zartbitter-Schokotropfen)
Sonntag, 7. November 2021
Das Flüstern - Andreas Brandhorst
Dienstag, 2. November 2021
[kostenloses Rezensionsexemplar] Barbara stirbt nicht - Alina Bronsky
Zusammenfassung: Walter Schmidt ist ein Mann alter Schule: Er hat die Rente erreicht, ohne zu wissen, wie man sich eine Tütensuppe macht und ohne jemals einen Staubsauger bedient zu haben. Schließlich war da immer seine Ehefrau Barbara. Doch die steht eines Morgens nicht mehr auf. Und von da an wird alles anders.
Mit bitterbösem Witz und großer Warmherzigkeit zugleich erzählt Alina Bronsky, wie sich der unnahbare Walter Schmidt am Ende seines Lebens plötzlich neu erfinden muss: als Pflegekraft, als Hausmann und fürsorglicher Partner, der er nie gewesen ist in all den gemeinsamen Jahren mit Barbara. Und natürlich geht nicht nur in der Küche alles schief. Doch dann entdeckt Walter den Fernsehkoch Medinski und dessen Facebook-Seite, auf der er schon bald nicht nur Schritt-für-Schritt-Anleitungen findet, sondern auch unverhofften Beistand. Nach und nach beginnt Walters raue Fassade zu bröckeln – und mit ihr die alten Gewissheiten über sein Leben und seine Familie.
»Barbara stirbt nicht« ist das urkomische Porträt einer Ehe, deren jahrzehntelange Routinen mit einem Schlag außer Kraft gesetzt werden, und ein berührender Roman über die Chancen eines unfreiwilligen Neuanfangs.
Meine Meinung: Und mein nächster Gewinn, für den noch eine Rezension aussteht. Dieses Buch hab ich mir selbst ausgesucht, habe dafür nämlich meine Wunschbuchpunkte eingelöst. Ich fand die Idee der Geschichte unglaublich gut und die Leseprobe mit dem grummeligen Rentner, der es gar nicht fassen kann, dass seine Frau auf einmal nicht mehr alles rund um Haus und Sozialleben wuppen kann, hat mich sehr amüsiert. Nicht mal bedanken kann Barbara sich für das lauwarme Gebräu, das er ihr am ersten Tag als Kaffee serviert.
Ich muss aber direkt mal eines sagen und vermutlich ist das auch der Grund, weshalb mich das Buch erst mal ein wenig enttäuscht hat: "Urkomisch", so wie es auf dem Buchumschlag beschrieben wird, ist hier gar nix! In meiner Vorstellung würde die Geschichte um ein älteres Ehepaar gehen, das einfach noch ein bisschen in veralteten Rollenbildern steckt. Der Mann arbeitet, die Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder. Und nun muss der Mann auf einmal lernen, dass die Frau doch mehr gemacht hat, als zwei Tassen am Tag zu spülen und alle zwei Tage mal zu saugen. Ich dachte, nach anfänglichen kleinen Startschwierigkeiten findet Walter großen Gefallen am Kochen und danach wird es eine herzerwärmende, lustige Geschichte.
Tja...falsch gedacht. Walter ist ein zutiefst verbitterter, frauen- und fremdenfeindlicher alter Mann und ich habe mich permanent nur gefragt "Barbara, warum bist du immer noch mit ihm verheiratet?". Seine Beziehung zu seinen Kindern ist nicht existent und Barbara scheint für ihn nur eine Haushälterin zu sein. Ja, ab und zu kommt durch, dass er Gefühle hat - für alle - und die aber einfach partout nicht zeigen kann, aber irgendwie konnte ich ihn dennoch nicht sympathisch finden. Hinzu kommt seine absolute Weigerung, zu erkennen, dass seine Frau ernsthaft krank ist und die Tatsache, dass er sein Herz offenbar eigentlich noch an jemand anderen verschenkt hat, vor vielen vielen Jahren.
Die "Auflösung" hat zwar tatsächlich nochmal einiges nachvollziehbarer gemacht, kann aber den traurigen Beigeschmack nicht vertreiben, den ich hatte. Diese Geschichte handelt von Menschen, die allesamt ihr komplettes Leben verschenkt haben. Und das ist an sich kein Problem, denn sowas gibt es zuhauf in der Realität und darüber zu lesen schafft wieder Dankbarkeit und Demut fürs eigene Leben. Es zeigt nur wieder mal, dass es schlecht ist, wenn Klappentexte einen falschen Eindruck erwecken. Man muss Walter zugute halten, dass er gegen Ende des Buches ein bisschen zugänglicher und verletzlicher wird. Und in dem Alter verändert man sich ja nicht mehr von heute auf morgen, gell? Mir ist klargeworden, dass auch er ein zutiefst erschütterter und verletzter Mensch ist. Aber trotzdem empfinde ich mehr Widerwillen als Verständnis.
Dennoch: Ein schnell zu lesenden Buch, das sehr nachdenklich macht (und wütend!) und das einen definitiv darüber nachdenken lässt, ob man sein Leben so, wie es jetzt ist, weiterführen möchte und vor allem die Frage aufkommen lässt: Käme ich klar, wenn ich von heute auf morgen meinen Partner pflegen und mich um mich selbst kümmern müsste? Wichtiges Thema!
Titel und Cover: Ein perfektes Zusammenspiel. Der Kaffee ist ein Running Gag in dem Buch (schmeckt Kaffee mit einer Prise Salz echt besser? Muss ich morgen mal ausprobieren!) und der Titel zeigt Walters absolute Weigerung, die Realität anzuerkennen.
[kostenloses Rezensionsexemplar] So wie du mich kennst - Anika Landsteiner
Zusammenfassung:
Karlas Leben ist stehengeblieben. Sie trägt eine Urne nach Hause, darin die Asche ihrer Schwester Marie. Und plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Marie war Karlas Seelenverwandte, ihr Kompass in diesem Chaos, das sich Leben nennt. Und während sich dieses Chaos um sie herum einfach weiterdreht, reist Karla nach New York, um dort die Wohnung ihrer Schwester aufzulösen. Als sie Fotos findet, die so verstörend wie alltäglich sind, fragt sie sich, wie gut sie Marie wirklich kannte. Die Schwester, die so ganz anders lebte als sie. Die erfolgreich und selbstbewusst war. Was Karla auf den Bildern sieht, verändert ihren Blick auf Marie, ihren Blick auf sich selbst und auf das ganze Leben vor ihr.
Anika Landsteiner erzählt eindringlich, bewegend und aufrüttelnd von Frauen wie uns. Von Menschen wie dir und mir. Ein Buch, das im Kopf bleibt.
Meine Meinung: Dieses Buch wurde witzigerweise kurz nach meinem Gewinn zu unserem Buchclubbuch gekürt. Leider hat das meine Lesegeschwindigkeit nicht beschleunigt. Arbeit, andere Bücher und der Fakt, dass es sich hier nicht um einen Pageturner handelt, haben dazu geführt, dass ich das Buch nur zu 2/3 ausgelesen hatte, als wir uns zur Buchbesprechung getroffen haben. Mittlerweile habe ich es aber beendet und es ist ganz dringend endlich mal die Rezension fällig.
Ich bin etwas schwer reingekommen in das Buch, aber dann ließ es sich recht gut lesen. Mir hat es wie so oft gefallen, dass es zwei Erzählstränge gab. Einen von Marie vor ihrem Tod und einen von Karla, wie sie im Nachhinein versucht, den Tod ihrer Schwester zu verarbeiten. Ebenso hat mich der Kontrast zwischen dem beschaulichen, manchmal einengendem Dorfleben und dem aufregenden aber sehr anonymen Big City Life in New York fasziniert. Die Autorin fängt beides sehr gut ein für mich.
Es werden viele Themen angesprochen in dem Buch. Selbstverwirklichung, Scheitern, häusliche Gewalt. Hängen geblieben ist für mich aber vor allem eines. Nämlich die Frage "Wie gut kenne ich meine Liebsten wirklich?" Denn das ist es, was Karla sich mit jedem weiteren Tag deutlicher fragt. Wie gut kannte ich meine Schwester eigentlich? Wie gut meinen Vater? Wie gut meine Mutter?
Die Antwort darauf tut manchmal weh, bringt aber auch die Erkenntnis, der wir uns wohl alle stellen müssen. Oft kennen wir selbst die Leute, die wir glauben gut zu kennen, nur zum Teil. Beziehungsweise eben nicht ganz. Vielleicht waren wir bei einem einschneidenden Erlebnis einfach noch nicht an deren Seite, vielleicht haben sie einen ganzen Lebensabschnitt ohne uns verbracht (Eltern z.B. - zwangsläufig ;)), vielleicht kennen wir sie nur aus bestimmten Situationen (Sportverein oder Arbeit) oder wir kennen sie zwar schon sehr gut, aber sie erzählen uns trotzdem nicht alles. Die nächste Frage, die ich mir dann gestellt habe, war: Ist das denn schlimm? Für mich nicht unbedingt. Ich glaube, wir alle zeigen oft nur einen Teil von uns, ob bewusst oder unbewusst. Schmerzhaft wird es natürlich dennoch, wenn man nach dem Tod einer Person merkt, dass man sie nicht so gut kannte, wie angenommen.
Und hier sind wir wieder mal bei etwas, was ich am Lesen so sehr mag: Es bringt mich zum Nachdenken. Es bringt mich dazu, andere Blickwinkel einzunehmen und mir solche Fragen zu stellen. Das liebe ich ganz dolle! Das Buch war eher leise, eher ruhig und besonnen. Kein Pageturner, wie schon gesagt. Aber es ließ sich gut lesen und hatte ein lebensnahes Thema. Jeder wird sich hier auf die ein oder andere Art wiederfinden.
"Das Hintergrundrauschen reicht mir, um die aufkeimende Einsamkeit abzufangen, bevor sie sich über mich legt. Ich weiß gar nicht, ob Einsamkeit das richtige Wort ist, es wirkt zu groß für jemanden wie mich. Ich habe eine wunderbare Schwester, fürsorgliche Eltern, einen tollen Freundeskreis. Doch ich bin auch geschieden und wohne nun allein. Und ich weiß, dass Empfindungen manchmal wenig mit äußeren Umständen zu tun haben. [...] Man kann alles unter Kontrolle haben, sogar die Buchhaltung, und trotzdem immer wieder leidvoll auf dem Sofa unter den eigenen Erwartungen zerfließen."
Das Ende war für mich tatsächlich mit ein paar Überraschungen gespickt, die es für mich gar nicht gebraucht hätte. Die Story von Karla und Marie hätte für das Buch meiner Meinung nach ausgereicht. Das ist aber mein einziger Kritikpunkt.
Titel und Cover: Ob es so gewollt ist, keine Ahnung, aber bei dem Cover denke ich sofort an die ganzen berühmten New Yorker Kunstgalerien (unvergessen schon alleine durch Sex and the City ;)) und der Titel passt perfekt zur für mich herausstechenden Hauptfrage der Geschichte. Von daher: Alles richtig gemacht!
Montag, 16. August 2021
[Kostenloses Rezensionsexemplar] Sieben Quadratmeter Glück - Marion Hahnfeldt
Zusammenfassung: Weil weniger so viel mehr bedeuten kann: Minimalistisch leben im Wohnmobil
Mein Haus, mein Auto, mein Boot – wer hat, der kann, und wer nichts hat, zieht in den Caravan? Das mag früher so gewesen sein, und noch immer ist das Leben in einem Wohnwagen eher ungewöhnlich und verhältnismäßig günstig.
Doch die Idee von Marion Hahnfeldt ist eine andere. Nämlich herauszufinden, was man im Leben wirklich braucht. Kommt man noch klar ohne den üblichen Komfort? Reichen sieben Quadratmeter, wenn es früher mal 95 waren? Wie lebt es sich draußen im Winter – ohne Zentralheizung, Toilette und fließend Wasser?
























