Mittwoch, 14. Dezember 2016

Die Gesichter der Wahrheit - Donal Ryan

Klappentext: Es begann mit Wohlstand und satter Zufriedenheit und endet mit Entführung und Mord. Was dazwischen liegt, sind einundzwanzig Leben, einundzwanzigmal Hoffen und Träumen, Lieben und Leiden – einundzwanzig Menschen, die im Strudel der irischen Finanzkrise ihre Wahrheit erzählen – und das Geschick eines ganzen Landes. Begeistert gelobt, preisgekrönt, poetisch und berührend – Donal Ryans zweiter Roman jetzt endlich auf Deutsch.
Meine Meinung: Dieses wunderbare kleine Büchlein habe ich bei Vorablesen gewonnen, als E-Book. Nach - fast schon obligatorischen - kleinen Schwierigkeiten mit der vom Verlag verschickten Datei, konnte ich mit dem Lesen beginnen. Scheinbar mag mein Tablet keine E-Books.
Ich habe das Buch nicht in einem Rutsch durchgelesen, sondern immer häppchenweise. Das geht hier aber sehr gut, denn wie ihr der Zusammenfassung entnehmen könnt, wird hier von 21 Personen jeweils eine kurze Passage erzählt. Wobei die Geschichten schon alle irgendwie zusammenhängen, denn alle erzählenden Personen wohnen in ein und demselben irischen Dorf.

Auch wenn es durchaus ab und an typischen Dorftratsch gibt; Fokus ist das aussichtslose Leben nach der Finanzkrise Irlands 2008/2009.
Im Buch ist das spezielle Problem, dass ein Bauunternehmer, bei dem das halbe Dorf beschäftigt war, pleite gegangen ist und dieser noch dazu nicht mal die Sozialabgaben für seine Beschäftigten gezahlt hat. Daran gehen viele Leben kaputt und das wird schonungslos ehrlich erzählt.
Der Bauunternehmer, der geprellte Angestellte, die Frau, die in einem halbfertigen Haus sitzt, alle kommen zur Sprache. Es geht durch die unterschiedlichsten Schichten, was vor allem durch die sehr unterschiedliche Ausdrucksweisen der Erzähler gut deutlich wird.
Das Buch kam mir besonders deswegen unglaublich lebensnah vor.
Die Charaktere sind teilweise sympathisch, teilweise aber auch sehr unangenehme Zeitgenossen. Neben dem Problem der Zukunftsangst, der Wut und der Hoffnungslosigkeit geht es natürlich auch um Liebe, um Familie, um Enttäuschungen und Träume. Und durch die teilweise derbe Sprache und jede Menge Galgenhumor ist das Buch dennoch nicht nur trist.

Ich möchte außerdem Donal Ryans Fähigkeit hervorheben, menschliche Gefühle und Empfindungen so gut zu beschreiben, dass man nahezu jeden Charakter verstehen kann. Das ist eine sehr seltene Gabe!

Nüchtern war er ein ganz scharfer Beobachter, ein Alptraum von einem Mann, dem nichts entging und der alles kommentierte. Nie konnte man ihm irgendetwas recht machen, nichts war je richtig gekocht oder richtig gesagt, oder richtig gekauft oder ihm richtig gereicht oder glatt genug gebügelt oder überhaupt richtig gemacht. Wir konnten nicht einmal richtig atmen, wenn wir mit ihm im selben Raum waren.

Ein buntes Potpourri mitten aus dem Leben, das sowohl für Fans von Kurzgeschichten als auch für  Romanleser geeignet ist.

Das Cover ist natürlich typisch Diogenes. Das Bild ist von Grüntönen durchzogen, was perfekt zu Irland passt und wer philosophieren mag, der kann hinten die freundliche, hellgrüne irische Landschaft erkennen, während im Vordergrund dunklere Farben (vielleicht ein Baum, ein Wald?) schon das Unglück ankündigen.
Der Titel des Buches ist ebenso passend. Während man die Sichtweisen der 21 Personen liest, merkt man immer wieder, dass jeder seine eigene Wahrheit hat. Sehr gute Wahl!

Würdest du dieses Buch erneut lesen? Ja unbedingt!

Sonntag, 11. Dezember 2016

In 60 Buchhandlungen durch Europa - Torsten Woywod



Klappentext: Meterhohe Regalwände, endlose Bücherreihen, der verführerische Geruch von Papier und Druckerschwärze – das Innere einer Buchhandlung hat etwas Magisches. Das weiß auch Buchhändler Torsten Woywod, der dem Zauber des gedruckten Wortes schon früh verfallen ist und seine Leidenschaft deshalb zum Beruf gemacht hat. Nun hat er sich kurzerhand auf den Weg gemacht, um die schönsten und außergewöhnlichsten Buchhandlungen in Europa ausfindig zu machen. In seiner beeindruckenden Reiseerzählung präsentiert Torsten Woywod seine Funde und eröffnet uns einen Blick hinter die Kulissen der Buchwelt. Ein Muss für alle Buchverrückte und all diejenigen, die ihr Bücher immer noch lieber beim Buchhändler um die Ecke kaufen.

Meine Meinung: Der Facebook Seite von Torsten Woywod folge ich schon seit Langem - Sie wurde mir irgendwann mal vorgeschlagen. Sobald ich von seinem Projekt gelesen hatte, die schönsten Buchhandlungen Europas (und mittlerweile auch der ganzen Welt) zu besuchen und darüber Bücher zu schreiben, war ich fasziniert! Was für eine tolle Idee. Ich bin ja schon gerne in der Mayerschen, wie toll müssen dann erst die wirklich individuellen und unabhängig von großen Ketten geführten Buchhandlungen sein? Ich habe mir dieses Buch also auf den Weihnachtswunschzettel gesetzt. Meine liebe Mama hatte allerdings letztens offenbar das Gefühl, dass ich einfach mal so zwischendurch ein Geschenk verdient hätte und drückte es mir vor einigen Wochen in die Hand. DANKE dafür!!!
Habe mich total gefreut und auch gar nicht lange gewartet, bis ich es mir geschnappt habe.

Natürlich gibt es hier keine Story im eigentlichen Sinne. Das Buch ist nach den europäischen Ländern sortiert, die Woywod nach und nach besucht hat und innerhalb dieser Länder-Kapitel berichtet er chronologisch von seinen Besuchen in den Buchläden. Sehr schön finde ich, dass er immer zunächst den äußeren Eindruck beschreibt, bevor er von der Geschichte, der Idee, der Philosophie und den Besonderheiten der jeweiligen Buchhandlung erzählt. Es gibt Buchhandlungen in Kirchen (Ich werde auf jeden Fall demnächst nach Maastricht fahren!!!), Buchhandlungen mit integriertem Café, Buchhandlungen, die sehr aufgeräumt und nobel wirken und solche, wo sich auf jedem freien Fleckchen Erde Bücher stapeln. Es gibt Buchhandlungen, in denen man als Normalsterblicher kein einziges Buch bezahlen könnte und solche, die mit offenen Armen Reisende empfangen und sogar bei sich übernachten lassen. Und sogar welche, die regelmäßig überschwemmt werden. Davon und von noch viel mehr besonderen Buch-Orten erzählt dieses Buch.
Es gibt natürlich immer mal wieder Literaturtipps und schöne Zitate.
"Kein Schiff trägt uns besser in ferne Länder als ein Buch." von Emily Dickinson ist mir da zum Beispiel im Gedächtnis geblieben.
Und wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, wieso alte Bücher manchmal nach Vanille riechen, dann solltet ihr unbedingt Seite 49 aufschlagen!

Zu guter Letzt gibt es natürlich zwangsläufig auch den ein oder anderen Reisetipp. Dieses Buch ist also für alle Reisebegeisterten und Buchliebhaber dieser Erde. Ich werde sicherlich die ein oder andere aufgeführte Buchhandlung mal selbst besuchen. Holt euch das Buch und träumt von den wunderbaren Orten! Übrigens ist bei den Buchläden alles dabei. Große Ketten bis hin zu kleinen individuellen Lädchen ist alles dabei.

Rein schreibtechnisch ist das Buch nicht wo gut gelungen, es gibt viele Wiederholungen und ab und an bleibt mir die Beschreibung der Buchhandlung auch zu oberflächlich. Nichtsdestotrotz war das abuch kurzweilig und hat mein Interesse an all diesen schönen Orten voller Bücher einmal mehr erweckt.

Beim Lesen merkt man übrigens immer wieder, wie sehr der Autor selbst Bücher und das Lesen liebt. Daher beende ich meine Rezension mal mit einem schönen Zitat von Torsten Woywod selbst:

"Als die Tür hinter mir ins Schloss gefallen ist, meine ich, aus einer ganz eigenen Welt zurück ins Hier und Jetzt gelangt zu sein, ein Gefühl wie nach dem Lesen eines Buches."

Wer kennt das nicht?

Würdest du dieses Buch erneut lesen? Ja, definitiv.

Freitag, 9. Dezember 2016

Owlcrate Box Oktober 2016 - Once upon a dream


Ich wollte grade anfangen, euch die November Box von Owlcrate vorzustellen, da ist mir eingefallen, dass ich vielleicht besser erst mal die Box aus Oktober zeige :D.
Zum Glück hatte ich dazu schon vor längerem einen Blogpost angelegt, sonst wäre mir das vermutlich durchgegangen.
Die Box kam an dem Tag an, an dem ich auf der Buchmesse in Frankfurt war. Wie passend, oder? So kam ich von einer Messe voller Bücher zurück und durfte direkt eine Buchbox auspacken. Hihi.
Und bevor ihr fragt: So was wie eine Overdose kenne ich bei dem Thema nicht!

Einmal komplett von oben :)

Das Thema war "Once upon a dream" und die Sneak Peak hat Themen wie Peter Pan, Sleeping Beauty und Der Zauberer von Oz versprochen. Klang gut.
Als erstes habe ich ein Armband von the geeky cauldron aus der Box gezogen.


Ein kleines blaues Steinchen, ein Anhänger mit der Aufschrift "Once upon a dream" und ein Spinnrad. Ganz klar wird hiermit auf Sleeping Beauty (bzw. Dornröschen) angespielt. Die Idee ist toll und zum Thema passt es auch....aber ich finde es nicht schön :D. Ich mag vor allem das starre, kreisrunde Armband überhaupt nicht und der blaue Stein sieht billig aus. Ich habe daher einfach das Spinnrad abgemacht und benutze das nun so als Kettenanhänger. So alleinstehend gefällt er mir viel besser.

Dann gab es wieder ein Lesezeichen. Dieses Mal von My Heart My Tribe.


Das hat mich sehr gefreut, denn ich sammle ja nun welche und benutze sie auch viel häufiger als früher. Lange Zeit habe ich ja immer nur irgendwelche Bons und Schmierzettel als Lesezeichen benutzt. Bis jetzt hinterlässt es auch keine unschönen Abdrücke auf den Seiten, wie ich erst wegen der Büroklammer-Form befürchtet hatte, aber das Lesezeichen steckt eigentlich auch nie länger als einen halben Tag an der selben Stelle im Buch ;). Und ich mag es, dass der rote Knopf so dekorativ oben raus guckt aus dem Buch.

Natürlich war wie jeden Monat eine Postkarte mit Erklärungen auf der Rückseite und ein monatlicher Button in der Box. Leider hat auch die mir nicht so gut gefallen. Ich fänd sie viel schöner, wenn keine Menschen auf der Karte wären. Dann könnte ich mir das wirklich gut als Traumlandschaft vorstellen mit dem Weg zum Schloss von Oz und dem Wrack des Piratenschiffs aus Nimmerland. Aber die Figuren stören mich. Dementsprechend finde ich den Button auch nicht so dolle und daher werde ich ihn nur aus Sammelzwecken aufbewahren.


Dafür habe ich mich aber sehr über das süße Notizbuch von Philosopher's Guild gefreut. Notizbücher kann ich einfach unmöglich genug haben und das hier hatte sehr süße Details zum Zauberer von Oz, nicht nur außen, auch innen. Die Vorschau-Karte für die nächste Box hat mir auch wieder sehr gut gefallen. Das Thema ist dann "Wonderland" und natürlich würde sich alles um Alice im Wunderland drehen. Schon alleine weil ich ein großer Fan von dem Disneyfilm bin und ich Teepartys liebe, fand ich das Thema super!

Aber mein liebstes Stück aus dieser Box sollte noch kommen:


Eine Beanie-Mütze, angelehnt an die Kappe, die Peter Pan immer trägt. Ich war Hin und Weg. Sie passt ganz super und ist total bequem. Definitv mein Highlight aus dieser Box! (Die Mütze ist übrigens von Whosits & Whatsits.)


Zu guter Letzt noch das Buch. Für mich ist das ja letztendlich immer das Wichtigste. Dazu gab es einen von der Autorin signierten Aufkleber (wie fast in jeder Box....die Amis stehen offenbar unglaublich auf signierte Bücher. Dort ist die Jagd danach auf jeden Fall viel ausgeprägter als hier) und einen Brief der Autorin. Ich liebe es total, die monatlichen Briefe an die Leser zu lesen. Man bekommt automatisch einen anderen Blick auf das Buch, auch wenn man es noch gar nicht gelesen hat. Außerdem gab es noch ein Klebe-Tattoo. Damit kann ich leider auch gar nichts anfangen :D.

Die Geschichte ist eine neu interpretierte Erzählung des russischen Märchens über Wassilissa die Schöne. Ich werde in der Rezension über das Buch näher darauf eingehen, aber bislang liest es sich etwas zäh. Es ist einfach verdammt verrückt, die ganze Geschichte ist einfach nur seltsam.

Alles in allem ist das wohl die bislang "schlechteste" Box, auch wenn natürlich immer noch tolle Sachen drin waren. Mal sehen, wie ich das Buch finde, wenn ich es ausgelesen habe. ;)

Montag, 5. Dezember 2016

Three Dark Crowns - Kendare Blake

 

Klappentext: In every generation on the island of Fennbirn, a set of triplets is born: three queens, all equal heirs to the crown and each possessor of a coveted magic. Mirabella is a fierce elemental, able to spark hungry flames or vicious storms at the snap of her fingers. Katharine is a poisoner, one who can ingest the deadliest poisons without so much as a stomachache. Arsinoe, a naturalist, is said to have the ability to bloom the reddest rose and control the fiercest of lions.
But becoming the Queen Crowned isn’t solely a matter of royal birth. Each sister has to fight for it. And it’s not just a game of win or lose...it’s life or death. The night the sisters turn sixteen, the battle begins.
The last queen standing gets the crown.


Meine Meinung: This book came with my fourth Owlcrate box. First of all I have to say that it goes perfectly with the theme "Darkness". From the summary you will see that the basic of the story is really cruel and dark. Three sisters and one of them has to kill her two sisters to become the queen of Fennbirn. This is a centuries-old tradition.
Every family and the corresponding queen-to-be has a peculiarity which gaves her a special strenght. Katherine's specialty is poison. She can eat and drink it without dying. Some parts in the book are really tough to read because Katherine can't bear the poison as good as she should and so she suffers from the practice with it. And the reader suffers with her ;)
Arsinoe's power should be controlling animals. Everyone expect her to find a familiar, an animal she can control and have a deep connection with. I write "should" because her power hasn't appeared until now.
The last one is Mirabella. She is an elemental and is able to control fire, water, wind and so on. She is the only one that seems to have real power. But for it she has another weak point. In contrast to Katherine and Arsinoe she can remember the time before the three sisters were seperated. She has real memories and misses her sisters.


So far so good. The skeletal structure sounds very good.
Unfortunately the plot was to slow in the first half of the book. Many characters, little story. I also got the impression, that Blake brings too much indifferent topics into focus. The love stories for example...in a book like that, they should be a minor matter. Unfortunately the lovestory between Arsinoes best friend Jules and Joseph often bored me!
But in the second half it got better. Bit by bit we read about different intrigues from the three camps and none of them is the idea of one of the sisters. After a while the reader recognizes that Kathrine, Arsinoe and Mirabella are just chess pieces on a playing field.
I felt sorry for every young girl!


And then the end! When Beltane starts and the three sisters have to present theirself to the crowd, the story finally becomes really fascinating. It left me speechless for a short while because I didn't expect that plot twist.
Now I have to live with a huuuge cliffhanger until the second book will be published but the end corrected a lot of mistakes from the beginning for me. ;)


Would you read this book again? Yes.

Freitag, 2. Dezember 2016

Yiek und The New Roses im Pluto in Herne - 12.11.2016

Tommy hat The New Roses schon vor längerem entdeckt und deren erste CD "Without A Trace" lief bei uns auf jeder Autofahrt rauf und runter. Danach gerieten sie zugegebenermaßen einige Zeit in Vergessenheit, bis die Band das zweite Album "Dead Man's Voice" veröffentlichte. Das Album hat sofort wieder unsere Aufmerksamkeit geweckt und ich finde es noch besser als das erste.
Seitdem wollen wir die Band unbedingt mal live sehen und bei den Recherchen wurde mir auch zu ersten Mal bewusst, dass es sich hier um eine deutsche Band handelt. Die Jungs kommen aus Hessen. Das hat mich völlig überrascht. Die Stimme, der Sound, die Songtexte....irgendwie klang das für mich alles so dermaßen amerikanisch, dass ich nie auf die Idee gekommen bin, die Band könne nicht von dort stammen.
Leider haben wir es trotzdem nie auf ein Konzert geschafft. Bis zum letzten Monat. Am 08.11. schrieb Tommy mich morgens an und schickte mir ein Bild von einer Facebook Veranstaltung: The New Roses im Pluto! Und zwar nächsten Samstag. Und dann auch noch für schlappe 10 Euro.
Ich habe direkt bei Elpi angerufen und gefragt, ob die die Tickets haben (bei Eventim waren die nämlich nicht mal gelistet!!!). Aber natürlich hat der nette Herr vom Elpi (Ich mag ihn super gerne, der weiß noch, was er da verkauft!) sofort Bescheid gewusst und Karten da gehabt.
Wir sind direkt nach der Arbeit hingefahren und haben die Tickets gekauft.


Am Samstag war dann nachmittags noch Svenja zu Besuch und wir haben schön gequatscht und nachdem ich sie zu Stephans Mama gefahren habe, haben Tommy und ich uns langsam fertig gemacht und sind nach Herne gefahren. Wir hatten es nicht eilig, denn die Vorband klang nach dem Reinhören zwar nicht schlecht, aber war einfach nicht so unser Ding.
So kamen wir also an, als Yiek schon spielten. Es war noch nicht sehr voll, aber die Jungs waren sehr sympathisch und haben auch gut Stimmung gemacht. Tatsächlich war es einfach nicht so mein Fall, da können die gar nichts dafür. Es war mir zu progressiv irgendwie.
Nachdem Yiek fertig waren und die Umbaupause begann, sind wir zum Merch Stand und haben uns kurz die T-Shirts und später die Location ein bisschen angeschaut. War da ja noch nie vorher. Zwar war es eindeutig kein Metalschuppen und auch keine Bar oder Disco. Eher einVeranstaltungssaal mit Bühne für alles Mögliche. Aber es war trotzdem ganz cool. Ich schätze mal, dass so 300 Leute reinpassen, also ist es eher was Kleines und die Bühne war nur halbhoch, was bei der Größe automatisch eine viel bessere Fannähe ermöglicht. Also ein guter erster Eindruck.
Nach einer halben Stunde kamen dann The New Roses auf die Bühne.
Ich habe es bestimmt schon mal erzählt, aber in diesem Fall muss ich es trotzdem nochmal erklären: Wenn ich eine Band zum ersten Mal live sehe, die ich auf Platte außerordentlich gut finde und die ich schon sehr lange sehen will, dann überkommt mich ein bisschen Angst, dass ich live enttäuscht werde.


Als Timmy dann aber anfing zu singen, war ich total geplättet. Ich war wirklich die ersten zwei bis drei Songs fassungslos :D Soooooo eine geniale Live-Stimme habe ich selten gehört. Zumal hat man allen vier Jungs so dermaßen angemerkt, wie viel Bock sie auf die Show und auf die Musik hatten. Nachdem ich mich kurz zu Tommy umgedreht habe war klar, dass er genau das selbe gedacht hat. Auf Facebook habe ich nach dem Konzert gepostet:
"Es passiert selten, aber manchmal besucht man ein Konzert und fragt sich schon nach dem ersten Song, wieso diese Band verdammt nochmal nicht weltberühmt ist und Stadien füllt! Heute durfte ich ein solches Konzert besuchen und bin schwer beeindruckt. Bodenständig, schnörkellos, energiegeladen. Und diese Stimme Ich komm nicht mehr klar!"
Und es ist wirklich so. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, wieso diese Band nicht in aller Munde ist.
Die Songauswahl konnte auch nur gut werden, weil einfach nur gute Songs vorhanden sind ;).
Meine Favoriten waren Dead Man's Voice, Gimme Your Love, I Believe, Whiskey Nightmare, It's a Long Way (Grandioses Live-Lied) und das etwas ruhigere Ride With Me.
Nach Zugabe wurde ordentlich verlangt und da hat mir sehr gut gefallen, dass ganz zum Schluss dann Old Time Rock'n'Roll gecovert wurde.
Während des gesamten Auftritts waren alle vier total locker und bodenständig.
Hach, ihr seht, ich bin begeistert und jetzt offiziell Fan.


Und weil es so schön war, fahren wir heute Abend nach Osnabrück und gucken uns Saxon und - na? - The New Roses an ;)