Sonntag, 31. Mai 2015

Über eine mediterrane Brotschnecke, die eigentlich ein Kürbiskernbrot werden wollte

Manchmal schüttle ich über mich selbst den Kopf. Schon vor einer Woche hatten Maike und ich ausgemacht, am Freitag ein Kürbisbrot zu backen. Wir wollen ja nicht nachlassen und uns schön darin üben. Schließlich will ich irgendwann Brot aus dem Effeff backen können. Wir haben auch seit meinem ersten Versuch schon ein Dinkelbrot (das fand ich aber nicht sooo lecker....es waren als Geschmacksgeber nur Dinkelmehl und Dinkelkörner drin und ich habe festgestellt, dass Dinkel irgendwie nicht soo viel Geschmack hat) und nochmal den Münsterländer Bauernstuten für meinen Papa zum Vatertag gebacken. Und diesen Freitag sollte es eben mal Kürbiskernbrot geben, denn wir lieeeben Kürbiskernbrot.
Ich hatte also das Backbuch schon eingepackt und mit zur Arbeit genommen, weil Maike mich dann abholen wollte direkt. Und auf dem Weg zur Arbeit lese ich dann, dass die Kürbiskerne quellen müssen vor dem Backen. Das konnte also heute Nachmittag nichts mehr werden. Zu allem Überfluss schrieb Tommy mir dann auch noch, dass eine gute Bekannte von uns verstorben ist :(. Den wollte ich also auch nicht noch zusätzlich rumscheuchen und vor seiner Schicht einkaufen schicken.
Ich war etwas durch den Wind und hab dann Maike angerufen, ob wir ein anderes Brot backen können, ob sie mit mir einkaufen fahren und mit mir außerdem ein Trauerkärtchen besorgen würde.
Hat sie dann auch zum Glück gemacht, die Gute. :*
Ich habe dann nach der Arbeit das Buch schnell durchgeblättert und ein Rezept für eine mediterrane Brotschnecke gefunden. Das klang gut und brauchte keine lange Vorlaufzeit.

Für den Teig:
15 g Hefe (ca. 1/3 Würfel)
250 ml Wasser
50 g flüssiger Natursauerteig
350 g Weizenmehl (Type 550)
150 g Roggenmehl (Type 1150)
10 g Salz (ca. 2 TL)

Für die Einlage:
1 Dose/125 g Sardinen in Öl (haben Maike und ich einfach weggelassen...haben uns noch nicht an Brot mit Fisch rangetraut ;))
1/2 Bund glatte Petersilie
1/2 Bund Liebstöckel (auch Maggikraut genannt - gabs natürlich nicht. Laut Buch könnte man stattdessen nochmal ein halbes Bund Petersilie nehmen, aber das war uns zu langweilig...also haben wir einfach später noch Kräuter aus Mamas Garten genommen....Thymian, Basilikum, Rosmarin und Minze, alles nach Geschmack)
200 g Schafskäse

Außerdem:
Mehl zum Arbeiten
Grobes Mehrsalz zum Bestreuen
Öl zum Bestreichen

Die Hefe wird in dem lauwarmen Wasser aufgelöst und mit dem flüssigen Sauerteig vermischt. Die Mehlsorten und das Salz hinzufügen und alles gut unterarbeiten. Dann den Teig 4 Minuten auf langsamer Stufe und 4 Minuten auf schneller Stufe (ersatzweise mit der Hand) durchkneten. Bei uns war er danach ziemlich fest und gar nicht klebrig. Top! 
Der Teig muss jetzt 15 Minuten bei Zimmertemperatur gehen.

Jetzt sollten eigentlich die Sardinen abtropfen und das Öl aufgefangen werden. Die Fische sollen ein bisschen kleingerupft werden. Das entfiel ja bei uns. 
Dann die Kräuter waschen und kleinhacken.


 Den Feta mit der Gabel zerdrücken und dann alles in den Teig einarbeiten.
Nun ist der Teig schon fast fertig und kann zur Schnecke gerollt werden:


Jetzt nur noch mit Meersalz bestreuen (und ich hab den Teig noch mit Olivelöl bestrichen, weil ich Angst hatte, dass er wegen den fehlenden Sardinen zu schnell trocken werden würde) und abgedeckt nochmal 15 Minuten ruhen lassen.

Währenddessen den Backofen auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und dabei ein mit Wasser benetztes Blech mit erhitzen. Wenn die Temperatur erreicht ist, das Blech heraus nehmen und das Brot hinein schieben. Die Temperatur auf 210 Grad herunterstellen und das Brot 30-35 Minuten backen. Ich hatte es 30 Minuten drin und es war gut, allerdings würde ich es nächstes Mal die vollen 35 Minuten drin lassen, weil man dann sicherlich noch eine etwas kräftigere Kruste bekommt.
Das Brot soll direkt nachdem es aus dem Ofen geholt wurde mit dem heißen Sardinenöl bestrichen werden. Wir haben ersatzweise mit Kräutersalz gewürztes Olivenöl genommen.

Das Brot ist sehr aromatisch und passt super zu jeder (Grill)Party. Auch war es trotz fehlender Sardinen kein bisschen trocken. Am besten ist, dass man die Kräuter super variieren kann, ganz nach dem eigenen Geschmack. Ich kann unsere Mischung aber sehr empfehlen. :)





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen