Montag, 2. März 2015

Nachruf kann man es vielleicht nicht nennen

, denn dazu kannte ich ihn viel zu wenig. Trotzdem traf mich gestern regelrecht der Schlag, als ich über Facebook erfahren habe, dass er vergangenen Donnerstag gestorben ist.
Jörg war nicht nur ein super Fotograf, er war auch mit Leib und Seele ein Metalfan und ein super lieber und herzensguter Kerl.
Ich kann gar nicht zählen, auf wie vielen Konzerten ich ihn vorne im Fotograben gesehen haben. Und nicht nur dort, auch mitten unter den Leuten vor und nach dem Konzert war er immer zu finden. Immer mit einem Bierchen in der Hand und immer bereit für einen kleinen Plausch. Das erste Mal richtig mit ihm gequatscht habe ich - glaub ich - vor einem Axel Rudi Pell Konzert in der Zeche mit ihm. Tommy und ich standen in der Warteschlange und er stand mit Maurice hinter uns und irgendwie kommt man dann eben ins Gespräch, besonders, wenn man sich eh auf jedem Konzert sieht. Er hat viel erzählt, vor allem von dem gerade neu eröffneten Club in Essen namens "Freakshow" ;) Er meinte, das wär ein super Laden, den müssten wir uns uunbedingt mal ansehen!
Wie Recht er behalten hat, sieht man ja mittlerweile, wenn man die Freakshow kennt.
Außerdem hat er mich zutiefst beeindruckt, als das Thema irgendwie auf Negative kam. (Die finnische Band, auf die ich in meiner Teenagerzeit abgefahren bin wie Schmitz' Katze, mag der ein oder andere eventuell mitbekommen haben). Normalerweise belächeln die meisten Männer diese Band nur, zu androgyn, zu soft für Rock oder gar Metal, zu boybandmäßig.
Er aber hat erzählt, dass er die Band durchaus schätzt und auch schon das ein oder andere Interview durchführen durfte. Das fand ich so super. Nicht weil er meine Meinung bestätigt hat, sondern weil ich das Gefühl hatte, dass er objektiv beurteilt.
Und seitdem haben wir immer mal wieder gequatscht, wenn wir uns auf Konzerten begegnet sind.
Jedes Mal, wenn er bei Facebook den Aufruf gestartet hat, ob ihn jemand mit zu diesem oder jenen Konzert nehmen könne, habe ich mich geärgert, dass ich keine Karten für das jeweilige Konzert hatte. Tommy und ich hätten ihn gerne mal mitgenommen und gequatscht.
Jörg hätte bei den ganzen Konzerten, die er immer besucht hat, sicher noch viel mehr zu erzählen gehabt. Nun ist es dafür leider zu spät. :(
Ich kann nur hoffen, dass es ihm nun besser geht und dass er dort, wo er jetzt ist, mit Jimi Hendrix, Dio, Janis Joplin, Dimebag, Bon Scott und all den anderen irgendwo gemütlich ein Bierchen schlürfen, die ganzen wundervollen Worte bei Facebook über ihn lesen und noch das ein oder andere Foto für die Ewigkeit schießen kann!

Rest in Peace!

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