Sonntag, 20. September 2015

Der Todeskünstler - Cody McFadyen


Klappentext: Das Grauen ist hier. Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Tür öffnet. Der Boden und die Wände sind mit Blut getränkt. Auf dem Bett liegen zwei tote Körper – geschändet, entstellt, ausgeweidet. Neben ihnen kauert ein Mädchen. Der Todeskünstler hat sie besucht. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Er will sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Er wird wieder zu ihr kommen ...

Meine Meinung: Letztens habe ich mir den letzten Teil der Smoky Barrett-Reihe gegönnt, der mir noch gefehlt hat. Von der Reihenfolge her gesehen ist es der zweite Teil. Wie immer ist die Geschichte in sich abgeschlossen und man kann sie losgelöst lesen, allerdings ist es ja immer besser, wenn man die Reihenfolge einhält, aufgrund der Rahmenhandlungen der Hauptcharaktere. Und speziell bei dieser Reihe sollte man zwingend mit dem ersten Teil anfangen, weil man Smokys Geschichte sonst nicht in ihrer Gänze versteht. Aber jetzt zu diesem Buch hier. Ich glaube, es gehört zu den schlimmsten Büchern, die ich je gelesen habe. Nicht im Sinne davon, dass es schlechte Leseunterhaltung war. Es war einfach pure psychische (und körperliche) Grausamkeit. Vielleicht sollte ich lieber schreiben, dass es eines der extremsten Bücher war, die ich gelesen habe. Was der Täter in diesem Buch seinen Opfern antut ist für mich seelisch kaum zu ertragen gewesen und jedes Mal, wenn ich mich in eines der Opfer hineinversetzt habe, dann überkam mich tiefste Verzweiflung. Auf solche Ideen muss man erst mal kommen.... Trotzdem ist es kein Buch, in dem es wie bei einem Splatter hauptsächlich um eklige Sachen geht. Die Psyche des Täters steht im Vordergrund und Smoky und ihr Team ermitteln gewissenhaft und durchaus logisch. Die Ermittlungen stehen klar im Vorgergrund. Ansonsten fänd ich die Buchreihe sicherlich nicht so interessant.
An Spannung ist das Buch, wie alle anderen aus der Reihe, kaum zu überbieten. Ein wahrer Pageturner und man kann es kaum erwarten, bis endlich der Täter gefunden ist. Für mich gab es auch durchaus wieder ein paar Überraschungen.

Am allerbesten gefallen haben mir wie immer die außergewöhnlichen Charaktere. Smoky und ihr Team bringen mich trotz der Grausamkeiten regelmäßig zum Schmunzeln. Außerdem liebe ich Bonnie und Elaina.
Und dies ist der Band, in dem Kirby vorgestellt wird.
Nicht zuletzt sie ist der Grund, weshalb ich ganz stark hoffe, dass diese Buchreihe bald verfilmt wird. Ich stelle sie mir vor wie eine intelligente Jessica Simpson mit Knarre.

Ich kann abschließend also alle bisher erschienenen Bücher über Smoky ganz klar empfehlen. Allerdings ist auch dieses hier nichts für Zartbesaitete und auch diejenigen, die die guten alten Sherlock Holmes Romane vorziehen, in denen Brutalität ja wirklich selten eine Rolle spielt, sollten die Finger davon lassen.
Für alle anderen: Viel Spaß beim Lesen :)


Ich habe mir übrigens überlegt, bei meinen Rezensionen in Zukunft eine Kleinigkeit hinzuzufügen. Und zwar die Frage, ob ich das Buch ein zweites Mal lesen würde. Denn ihr kennt das Sprichwort von Jean Paul: Ein Buch das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, ist auch nicht wert, dass man es einmal liest. Danach möchte ich zukünftig beurteilen, ob ich es behalte oder ob es weg kommt. Dadurch kriege ich hoffentlich wieder mehr Platz ;)
Also:

Würdest du dieses Buch erneut lesen? Ja!

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