Samstag, 11. April 2020

[Werbung/kostenloses Rezensionsexemplar] Nach Matthias - Peter Zantingh




Zusammenfassung: Amber singt bei einem Konzert gegen ihren Schmerz an; Quentin läuft Kilometer um Kilometer, um der Erinnerung zu entkommen, und Kristianne möchte die wahre Geschichte ihres Sohnes erzählen. Diese Leben und das von fünf weiteren Menschen überkreuzen sich durch Mattias’ unerwartetes Verschwinden auf schicksalhafte Weise. Wie Puzzlesteine fügen sich ihre Geschichten zu einem Abbild von Mattias und werden trotz aller Trauer zu Zeugen seiner Begeisterungsfähigkeit und seines unbeugsamen Mutes, sich dem Leben jeden Tag vorbehaltlos hinzugeben.

Meine Meinung: Mit meinen Rezensionen hinke ich schon wieder meilenweit hinterher, aber jetzt ist Urlaub angesagt und in Kombination mit Corona und daheim bleiben, ist das eine gute Voraussetzung, das mal aufzuholen. Nach Matthias habe ich bei Vorablesen gewonnen und es hat mich interessiert, wie die Angehörigen von Matthias nach seinem Tod mit ihren Gefühlen und ihrem Leben umgehen. Es ist ein leises und trauriges Buch, aber das Einfühlungsvermögen in die einzelnen Situationen hat mich beeindruckt und mir gut gefallen.

Selbst Menschen, die nicht an Gott oder den Himmel glauben, hört man das manchmal sagen. Ich gehe zu ihm oder zu ihr. Dann sind wir wieder zusammen. Rational betrachtet, kann man das nicht denken, wenn man an der Existenz eines solchen Ortes zweifelt, aber wer ist schon rational, wenn der Tod nur eine Armlänge entfernt ist.

Denn Trauer zeigt sich vor allem in den kleinen, alltäglichen Situationen, wenn man plötzlich Erinnerungsflashbacks hat oder daran denkt, dass man dieses und jenes immer zusammen mit der jeweiligen Person gemacht hat. Beispielsweise wenn etwas geliefert wird, was der Verstorbene vor seinem Tod noch bestellt hat. Die Lebensgefährtin, Freunde und die Eltern von Matthias, sie alle müssen irgendwie verarbeiten, dass Matthias nicht mehr da ist und sie tun das alle auf sehr unterschiedliche Weise.
Das hat zwar nicht unbedingt Spaß gemacht beim Lesen, aber es war sehr interessant und nachvollziehbar!

Titel und Cover: Den Titel finde ich genial. So simpel, dass er einfach wunderbar zum Buch und zum Thema ist. Was kommt DANACH? Was passiert NACH dem Tod einer geliebten Person? Das Cover finde ich auf den ersten Blick etwas irreführend, denn es sieht nach Urlaub und guter Laune aus. Andererseits sitzt da eine Person allein am Wasser und blickt nachdenklich in die Ferne, was sicherlich gut zur Situation aller Hinterbliebenen passt. Von daher ist es auch nicht schlecht gewählt.

Würdest du dieses Buch erneut lesen? Nein, ich denke, das ich für mich so ein klassisches Buch, bei dem einmal Lesen und Erkenntnisse mitnehmen reicht :)

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