Dienstag, 20. Juni 2017

Saving Grace - B.A. Paris


Klappentext: Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. Die dreiunddreißigjährige Grace ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite …

Meine Meinung: Dieses Buch war ein Geburtstagsgeschenk von Babs. Ich hatte vorher nichts davon gehört, aber es klang sehr vielversprechend. Für diese Art Psychothriller bin ich immer zu haben.
Innerhalb von zwei Tagen war das Buch dann auch durchgelesen. Die Vorstellung, dass ein nach außen hin unfehlbarer Ehemann seine Frau gefangen hält und tyrannisiert war sehr erschreckend und ich war auf die Umsetzung gespannt.
Die Geschichte ging sehr harmonisch los und das Kennenlernen von Grace und Jack könnte schöner nicht sein.
Während Grace mit ihrer Schwester Millie in einem Park einem kleinen Konzert lauscht, steht Millie plötzlich auf und tanzt. Grace findet das einerseits wunderbar, dass ihre Schwester so ohne Scham einfach drauf lostanzt, macht sich aber andererseits auch Sorgen, dass Millie dumme Kommentare ernten könnte. Millie hat nämlich das Down-Syndrom und hat es nicht immer so leicht. Doch dann steht da plötzlich Jack vor Millie, nimmt ihre Hand und tanzt mit ihr.
Anschließend kommen Jack und Grace ins Gespräch und nach wenigen weiteren Treffen ist klar: es wird geheiratet. Grace hätte sich nie träumen lassen, einen so liebevollen Mann zu finden, der auch noch Millie akzeptiert und bereitwillig in sein Leben lassen will.
Doch schon in der Hochzeitsnacht gibt es ein paar seltsame Zwischenfälle und Grace fragt sich, wen sie hier wirklich geheiratet hat.


Die Geschichte hat mich wirklich gefesselt. Es gibt ein paar besonders gute Stellen im Buch, die einem erst im Nachhinein in ihrer ganzen Bedeutung aufgehen. Beispielsweise gibt es einen Prolog in dem Jack und Grace grade Freunde zu Besuch haben. Da fragt man sich noch, wie perfekt die Ehe wirklich ist und findet erst während des Lesens heraus, wie die Situation für Grace gewesen sein muss.
Das Buch bleibt permanent spannend und manchmal verzweifelt man regelrecht mit Grace, weil man keinen Ausweg sieht. Grace' Freundinnen wundern sich zwar manchmal, dass sie Grace nie alleine antreffen, aber da Jack so perfekt zu sein scheint, schieben sie es wohl auf die große Verliebtheit. Meine liebste Figur ist eindeutig Millie. Wie schön, dass hier ein Charakter mit Down-Syndrom eingebaut wurde. Eine entfernte Verwandte von mir hat das Down Syndrom und ich sehe sie nur selten aber sie ist echt toll! Und Millie hat eine echt grandiose Rolle in dem Buch. Sie ist viel schlauer, als die meisten Menschen in ihrem Umfeld es ihr zutrauen.
Nicht zuletzt mag ich die Auflösung des Buches. Zwar war der Ausgang recht klar, aber die Art und Weise wie alles seinen Abschluss findet hat mir sehr gut gefallen und mir fast ein diabolisches Grinsen entlockt.


Ein sehr spannender und rasanter Thriller, der sicher allen Fans dieses Genres gefallen wird.


Würdest du dieses Buch erneut lesen? Ja.

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