Montag, 23. Januar 2017

Nur wer Liebe lebt - Sandra Brown


Klappentext: Ist es Liebe oder Dankbarkeit? Jenny ist sich nicht sicher, weiß aber, dass sie Hal Hendren heiraten will. Bis zu der Liebesnacht, die sie mit Hals Bruder verbringt.


Meine Meinung: Hatte ich schon mal von meiner Neujahrsaktion erzählt? Ich habe mir endlich mal die Zeit genommen und meine Bücher neu sortiert. Allerdings nicht - so wie ich es letztendlich machen will - nach Genre und innerhalb des Genres nach Autoren, sondern ich habe alle meine ungelesenen Bücher in die offenen Regale gestellt und die gelesenen in den großen Bücherschrank mit Türen. So kann ich endlich mal einen meiner lang gehegten Lesevorsätze besser in die Tat umsetzen. Nämlich all die Bücher zu lesen, die seit Jahren ungelesen bei mir rumschlummern (großartiges Wort, oder?). Zum Vorschein kamen dabei viele längst vergessene Exemplare, unter anderem auch ein ganzer Schwung dieser Frauenromane, größtenteils von Sandra Brown. Gekauft hätte ich sie mir wohl nicht, aber das sind noch Hinterlassenschaften meiner verstorbenen Oma und irgendwie kann ich sie nicht weggeben ohne sie vorher zumindest einmal gelesen zu haben. Meistens hat Oma Thriller gelesen, die habe ich aber natürlich schon alle verschlungen. Naja und da ich momentan eh viel im Kopf habe, dachte ich, dass diese leichte Literatur grade gut passen würde und so habe ich mir das erste Buch aus dem Regal gezogen.

Hauptfigur des Buches ist Jenny. Sie ist mit Hal verlobt und lebt zusammen mit ihm und seinen beiden strenggläubigen Eltern in einem Haus. Der ältere Sohn, Bruce, ist in der ganzen Stadt als Schürzenjäger und Frauenheld bekannt. Tough ist er aber nur nach außen hin, er leidet vor allem unter der mangelnden Anerkennung seiner Eltern. Für sie ist er das schwarze Schaf, derjenige, der nie etwas richtig machen kann. Dennoch sucht Bruce immer wieder das Haus seiner Eltern auf, denn er liebt Jenny. Schon lange. Die ganzen Frauen, die er kennen lernt, bedeuten ihm nichts. Doch Jenny ist nun mal mit seinem Bruder zusammen und nimmt Bruce gar nicht richtig wahr.
Als Hal zu einer Missionsreise aufbricht, will Jenny ihn aufhalten, und es kommt zu einer folgenschweren Nacht, gefolgt von noch schlimmeren Wochen, die Jennys Leben auf den Kopf stellen.
In dieser schweren Zeit ist Bruce für Jenny da und ist immer mehr davon überzeugt, dass Jenny nocj nie so gelebt hat, wie sie gerne würde, da sie sich ständig allen gesellschaftlichen Zwängen unterordnet. Und so lernt Jenny Stück für Stück, dass sie für ihr Leben selbs verantwortlich ist und dass vor allem sie die Richtung bestimmen muss, in die ihr Leben verläuft.

Dieser Geschichte Vorhersehbarkeit vorzuwerfen, wäre leider noch untertrieben. Ich hätte euch die Handlung vermutlich auch schon genau so nach dem Lesen des Klappentextes erzählt. Das macht einer Geschichte nicht grundsätzlich schlecht, schließlich gibt es viele Bücher, die man kauft und bei denen man schon weiß, wie sie enden. Dennoch blirren auch die Figuren sehr oberflächlich und klischeehaft  (die prüden Pfarrerseltern, die verschüchterte weibliche Hauptfigur, der rebellische Typ - ihr versteht schon ;)), sodass ich leider kein positives Fazit ziehen kann.

Das Cover gefällt mir sehr gut, es passt einfach zum Handlungsort. Dafür finde ich den Titel einfach furchtbar. So beliebig wie nur irgendwas.

Würdest du dieses Buch erneut lesen? Nein.

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