Freitag, 1. Juli 2016

Monsters of Rock Festival am 17.06.2016 an der Loreley-Freilichtbühne

Nachdem Frau Kröger es endlich mal wieder auf ein Konzert, ja sogar auf ein kleines Festival geschafft hat, möchte ich euch auch ein wenig davon berichten. :)
Ich hatte mir den 17.06. frei genommen und so konnten wir ganz entspannt schon morgens losfahren, ohne Stress und Hetze. Zwar hat es bereits auf der Fahrt jede Menge geregnet, aber genau so oft schien die Sonne und wir waren beide mehr als gespannt, wie das Wetter sich heute Abend an der Loreley geben würde. Währenddessen hörten wir Thin Lizzy und Manfred Manns Earth Band, schon mal als Einstimmung. Davy's on the road again ist zum Beispiel wirklich ein famoses Lied zum Auto fahren!
Gegen halb zwei kamen wir in Koblenz an unserem Hotel an und konnten auch direkt einchecken, obwohl wir laut Buchung erst ab 14 Uhr auf die Zimmer durften.
Das Zimmer sah auch wirklich super aus, in Farbkombi Weiß und Lila. Sehr gemütlich. Die Hotelkette scheint noch nicht so besonders groß zu sein, deswegen schadet eine kleine Empfehlung an dieser Stelle ja nicht ;).
Wir haben uns aber gar nicht weiter aufgehalten, sondern uns nur kurz festivaltauglich umgezogen und sind dann weiter gefahren zur Loreley.
Schon im Vorfeld haben die Veranstalter nämlich bekannt gegeben, dass es zum einen wegen der Lage der Freilichtbühne eh schon immer zu Verkehrsbehinderungen kommt bei Konzerten und zum anderen haben sie auch davor gewarnt, dass die Parkplätze wegen der Regenfälle in den letzten Tagen in keinem guten Zustand sind. Tommy hat sich dann verschiedene andere Möglichkeiten angesehen und wir haben uns dann dazu entschieden, mit dem Auto nach St. Goarshausen zu fahren, dort das Auto stehen zu lassen und dann mit der Fähre auf die andere Seite des Rheins zu fahren. Von dort sollten dann Shuttlebusse fahren. Das hat auch wirklich alles super reibungslos geklappt auf dem Hinweg und wenn man sich dadurch Stress ersparen kann, dann zahle ich gerne ein paar Euro mehr.
Zumal ich es liiiebe, mit dem Schiff zu fahren, selbst wenn es nur so eine kürze Übersetzung ist.
Nachdem wir den Shuttlebus dann gefunden haben (war etwas doof ausgeschildert), ging es auch schon hoch und während der Fahrt habe ich mich königlich amüsiert darüber, dass ich Tommy vorher vorgeschlagen hatte, dass wir doch von der Fähre aus sicher auch laufen könnten. Hahahahaaa ich Witzbold. Das ging ganz schön hoch und ich wäre sicherlich irgendwann vor Erschöpfung am Straßenrand zusammengeklappt.
So kamen wir ganz bequem oben direkt vor dem Würstchen-Stand an (habe das als Zeichen gesehen und wir haben erst mal eine Wurst verspeist). Schon als ich gesehen habe, wie die ganzen Autos eingewiesen wurden (nämlich so, dass keiner vorher wirklich hätte rausfahren können, selbst wenn er 10 Minuten vor Ende das Konzert verlassen hätte), waren wir endgültig froh, den Shuttle Service genommen zu haben.
Dann haben wir uns am Merch-Stand für 25 € jeder ein Festival-Shirt gekauft. Für den Preis kann man nicht meckern, wie ich finde.
Joa...dann haben wir uns langsam Richtung Einlass getrollt und ab da wurde es das erste Mal richtig Scheiße. Es hat angefangen zu regnen, aber das war nicht das Problem. Obwohl wir nur 20 Meter vom Einlass entfernt standen, haben wir eine geschlagene Stunde gewartet, bis wir drinnen waren. Ich weiß nicht, was da veranstaltet wurde, aber augenscheinlich gab es lange Zeit nur einen einzigen Einlass und wenn man den Berichten glaubt, waren rund 15.000 Leute dort. Da kann man sich vorstellen, dass ein Einlass nicht reicht. Später wurde ein zweiter Einlass organisiert, aber das hat es irgendwie auch nicht rausgerissen.
Nun ja...egal....was tut man nicht alles für seine Helden und für gute Musik, gelle? Als wir endlich drinnen waren, musste ich mich erst mal an der Hand eines Ordners festhalten, denn sonst hätte ich mich volle Kanne in dem Matschfeld langelegt, dass mittlerweile durch den Regen und die vielen Leute entstanden war. Danke an den netten Herrn :). Ich habe später noch einige gesehen, die offenbar nicht so glimpflich davon gekommen sind, denn die waren ganz schön voll mit Schlamm :D.
Wir haben uns dann in dem Amphitheater einen schönen Platz gesucht, da war der Boden dann auch deutlich besser.





Wie ihr seht hat es immer noch geregnet, aaaber davon ließ sich tatsächlich niemand die Stimmung verhageln. Da ist der Festivalgänger im Allgemeinen und der Metal-Fan im Besonderen doch ganz Anderes gewohnt und spätestens das erste Bier macht doch alles wieder gut. ;)
Aber Spaß beiseite: Ich muss an dieser Stelle wirklich mal das Publikum loben, denn die Stimmung war von der ersten Minute an wirklich bombig. Es wurde mitgesungen, mitgeklatscht, mitgetanzt. Ganz großartig. Wenn ich da an andere Konzerte denke, wie z.B. mein erstes Aerosmith Konzert.....da wusste ich gar nicht, wie die um mich herum alle so ruhig bleiben konnten bei dem geilen Konzert.
Und ein motiviertes Publikum macht doch bestimmt 30 % eines guten Konzertes aus!



Ich glaube übrigens auch, dass es das bunteste Festival war, auf dem ich je gewesen bin, denn die Kutten, Lederjacken und schwarzen Bandshirts verschwanden alle unter den quietschbunten Regenjacken :D Irgendwie auch ein lustiger Anblick.
Aber bevor ihr es mir nicht glaubt, guckt mal das Bild hier an:



Es schien nämlich tatsächlich auch die Sonne. Während des gesamten Auftritts von Manfred Manns Earth Band. Ich hatte abends im Hotel schockierenderweise einen Sonnenbrand. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet!

Aber jetzt möchte ich auch noch kurz was zu den Auftritten sagen, ist ja auch nicht unerheblich :P
Thin Lizzy haben pünktlich angefangen und waren wie gewohnt gut. Ich habe die Band jetzt bereits zum vierten Mal gesehen (bzw. teilweise eben als Black Star Riders) und sie haben mir immer gut gefallen. Los ging es mit Jailbreak und auch danach haben sie einen Knaller nach dem nächsten rausgehauen! Are you ready, Killer on the loose, Dancing in the moonlight, Waiting for an alibi (richtig geil), Emerald, Rosalie, Bad Reputation, Don't believe a word, Boys are back in town (kann ich langsam nicht mehr hören :D), Black rose und zum Schluss selbstredend Whiskey in the jar. Das geht komischerweise einfach immer und ich werde nie müde, dieses Lied zu hören. Stimmung war super, Stimme auch ;) Alles töfte!

Auf Auftritt zwei war ich schon wesentlich gespannter, einfach weil ich Manfred Mann's Earth Band noch nie gesehen habe. Ich wusste nicht mal, wer grade Sänger ist und musste das im Auto noch googlen. Robert Hart sagte uns beiden nichts und wir haben gehofft, dass er stimmlich zu den Songs passt. Nach dem Einstand mit Captain Bobby Stout war klar, dass wir uns keine Sorgen hätten machen müssen, denn der Herr kann wirklich singen. Angenehmerweise kam die Sonne dann ja auch raus und die Stimmung im Publikum wurde immer besser. Es ging weiter mit Father of day und den allseits bekannten Megahits For You, Blinded by the light, Davy's on the road again und Mighty Quinn. Zwischendurch wurde auch einmal zur allgemeinen Erheiterung Hit the road Jack gespielt (übrigens sind meine Songangaben bestimmt nicht vollständig, ich schreibe meistens einfach nie auf, die mir im Gedächtnis geblieben sind :)). Und dann war der Auftritt auch leider leider schon wieder rum. War viel zu kurz und offensichtlich hatten Thin Lizzy und MMEB die Auftritte getauscht, sonst wüsste ich nicht, weshalb der zweite Auftritt nur halb so lang ging, wie der erste. Aber egal. Beide waren geil und ich weiß jetzt, dass ich ohne Bedenken und mit größtem Vergnügen auch mal auf ein Tourkonzert von MMEB gehen kann.

In der zweiten Umbaupause wurde es dann allerdings ungemütlicher und zwar nicht in Form vom Wetter sondern in Form von zu vielen Menschen. Wenn ihr mich fragt, hat der Veranstalter ein paar Tickets zu viel verkauft. Leider haben sich auf einmal auch alle auf die Bänke gestellt, auf denen man normalerweise sitzen kann und wir haben dann fast gar nicht mehr gesehen. Hat mich zunächst etwas genervt. Aber andererseits geht es hier doch hauptsächlich um die Musik und hören konnte ich ja schließlich noch super. Ich wollte mir einfach nicht die Stimmung verhageln lassen. Also nicht drüber nachdenken und Lauscher auf :) 
Herr Blackmore ließ dann noch eine Stunde auf sich warten, aber dann ging es endlich mit der Show von Rainbow los. Ich konnte sehen, dass auf der Bühne ein Konstrukt in Form eines Bogens aufgebaut war, natürlich hauptsächlich um eine Lichtshow in Regenbogenfarben zu zeigen. Sah ziemlich geil aus. Und der Sänger, Ronnie Romero, singt einfach wie ein junger Gott. Als er "Mistreated" losgeschmettert hat, hätte ich mich am liebsten hingekniet und ihn angebetet - ging aus Platzgründen nicht ;)
Aber Scherz beiseite, ich bin die Letzte, die sich Dio nicht zurück wünschen würde, aber wenn es einen würdigen Nachfolger gibt, dann ist er das! Und der Vorname passt ja schließlich auch. Hihi.
Die Rainbow Setlist war sehr Deep Purple lastig. Die Einen fanden das gut, die anderen nicht. Mir hat es gefallen. Es wurde Over the rainbow, Highway Star (kann ich auch nicht mehr hören), Spotlight kid, Since you been gone, Man on the silver mountains (natürlich ein Highlight!), Catch the rainbow, Child in time, Long live rock'n'roll, Stargazer und zum Abschluss Smoke in the water gespielt. Ganz großes Kino war das! Damit ist definitv ein Traum von uns in Erfüllung gegangen :) 

Wir sind allerdings nicht ganz bis zum Schluss geblieben und haben auch das Feuerwerk, das zum Schluss angezündet wurde, eher gehört als gesehen. Wir wollten nicht in dieses riesen Verkehrschaos geraten. Und selbst die frühe Fahrt mit dem Shuttle Bus zurück hat schon ewig gedauert, weil alle Zuwege mit Bussen vollgestopft waren. 
So toll das Konzert war, so unglücklich war die Organisation für das Drum Herum. Der Einlass, der Verkehr, für den es dort oben einfach straßenmäßig gar nicht ausgelegt ist. Ich fürchte, die Loreley ist einfach nicht so gut für so große Veranstaltungen gelegen.
Von einem Bekannten habe ich gehört, dass er noch Stunden mit dem Auto dort stand und irgendwann vom THW aus dem Matsch gezogen werden musste. Sowas ist einfach doof dann. Da hatten wir noch Glück, denn spätestens auf der Fähre war es dann wieder richtig entspannt und ich habe glücklich das beleuchtete Ufer angeschaut und mich gefreut, dass ich ein so schönes Festival erleben durfte. <3

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