Freitag, 15. April 2016

Mal was Neues probieren

Ich gebe es ja zu: Was ich nicht kenne, ist mir in der Regel erst mal suspekt. Ich halte mich dann erst mal zurück und muss mir alles in Ruhe aus sicherer Entfernung anschauen.
Dementsprechend ist es für mich eine große Herausforderung, etwas Neues zu lernen, vor allem, wenn ich die Leute um mich herum auch alle nicht kenne.
Aber man soll ja auch mal über seinen Tellerrand hinausgucken und genau das habe ich in den letzten beiden Wochen gleich zwei Mal getan. Dienstag vor einer Woche ging es los und ich bin mit einer Kollegin zum Line Dancing gefahren.
Wir waren im Januar zusammen auf einer Firmenveranstaltung und sind dort ein bisschen ins Gespräch gekommen. Dabei haben wir festgestellt, dass wir beide gerne Country hören und als Marion dann von ihrer Mädelsgruppe berichtet hat, die sich einmal die Woche zum Tanzen trifft, bin ich neugierig geworden.
Eigentlich wollte ich erst mal an einem Workshop dafür in Herten teilnehmen, aber der wurde leider wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt.
Und so bin ich dann einfach mal mit zu dem Tanzabend gefahren. Marion hat mich netterweise abgeholt und so sind wir zusammen nach Herne gefahren. Eine ehemalige Kollegin war auch dabei und in dem Sportclub selbst kamen dann nach und nach noch weitere Frauen dazu. An dem Abend waren wir, glaube ich, zu elft.
Alle waren ein bisschen älter als ich, aber ich habe mich sofort gut aufgenommen gefühlt. Die Ladies waren ganz locker und haben von allem möglichen erzählt. Zu Beginn durfte ich mir dann einmal einen normalen Tanz angucken und dann wurde ein neuer Tanz gelernt. Da habe ich dann mitgemacht und bin zugegebenermaßen nicht sooo gut mitgekommen. Dafür kannte ich die Namen der Tanzschritte und auch einfach die Bewegungen an sich nicht gut genug. Bruchstücke konnte ich aber immerhin immer wieder mal mittanzen. Dafür, dass ich die einzige war, die neu war und auch noch genau in der Mitte stand (so dass alle mich immer sehen konnten), weil man sich beim Line Dancing halt immer mal wieder dreht und in eine andere Richtung weiter tanzt, war es gar nicht so peinlich und ziemlich witzig.
Dann gab es eine kurze Pause und anschließend habe ich einen kleinen Einführungskurs bekommen. Wir haben Electric Slide getanzt, die einfachsten Line Dancing Schritte. Und da bin ich dann auch super mitgekommen, mit drehen, mit klatschen, mit schnellerer Musik, allem Pipapo.
Dafür hatte ich aber alle Schritte vom ersten Tanz dann wieder vergessen, der hinterher nochmal getanzt wurde :D.
Dann kam nochmal ein Päuschen und zum Schluss haben die Damen mir noch verschiedene Tänze vorgetanzt. Besonders fasziniert war ich von einem recht schnellen Tanz, der fast an Stepptanz erinnerte. Wahnsinn, wie die sich all diese Schritte merken können!
Es war jedenfalls ein lustiger Abend und ich habe sicherlich nicht zum letzten Mal Line Dancing gemacht :). Dem Kurs fest beizutreten wäre leider noch nichts für mich. Ich bin einfach so gerne unterwegs und auch mit so vielen verschiedenen Leuten, dass mir ein fixer Termin die Woche einfach zu viel wäre.
Aber ich empfehle euch wirklich, auch mal bei Youtube nach Line Dancing zu suchen. Vielleicht ist das auch was für euch :)


Das zweite Experiment stand vorgestern an. Julia wollte so gerne mal Jiu Jitsu ausprobieren. Vitalij macht das schon seit Jahren und das Training findet auch ganz in der Nähe statt. Ich habe auch hier natürlich gewisse Vorbehalte gehabt, weil ich kenne die alle nicht und habe noch nie auch nur Ansatzweise Karate gemacht und bin ja eh recht unsportlich (wobei ich das unbedingt ändern will!) und so weiter und so fort....aber wie schon gesagt: Man muss alles mal ausprobieren und hier war immerhin auch Julia dabei, die genau so viel oder so wenig konnte, wie ich. Meine größte Sorge war noch, dass ich vielleicht Leute anfassen muss, die ich nicht kenne. Also so richtig meine ich...z.B. Bei Partnerübungen oder so. Egal...Augen zu und durch.
In der Turnhalle angekommen haben wir uns erst mal angezogen und auch schon mal die Kiddies und den Trainer begrüßt. Dann ging es auch schon los mit Basketball als Aufwärmspiel. Julia und ich hatten  genau so viel Ahnung von Basketball wie von Karate, aber zwei kleine Jungs erklärten uns kurz und bündig "Es gibt keine Regeln!". Alles klar, das kann ich mir merken.
Anschließend gab es noch ein weiteres Aufwärmspiel (Julia und ich wollten eigentlich die ganze Zeit nur Mattenrutschen spielen...das einzige Spiel, das im Sportunterricht jemals Spaß gemacht hat :D) und richtige Dehnübungen, bevor es dann richtig losging. Wir haben ein paar Schritte und dazugehörige Handbewegungen gelernt, von denen ich null Plan habe, wie sie heißen :D Aber für den Anfang hab es auf jeden Fall Spaß gemacht und vor allem hatte Andreas, der Trainer, immer wieder sehr gute Tips zur Verbesserung. Meine Befürchtungen haben sich jedenfalls nicht bestätigt, ich musste keinen anfassen und direkt auf die Matte befördern ;)

Und ich mag auch die Kombination aus Sport und Ruhe, denn am Anfang und am Ende finden sich alle nochmal kurz zusammen, man setzt sich hin, atmet tief durch, um zur Ruhe zu kommen.

Auch wenn ich es hier nicht schaffen werde, das regelmäßig zu machen, werde ich bestimmt nochmal hingehen. Mal sehen, wie das in meinem Urlaub eventuell so klappt :).

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