Sonntag, 14. Februar 2016

Die Verratenen - Ursula Poznanski


Klappentext:
Vertraue niemandem.
Denn jemand will deinen Tod.
Es könnte jeder sein.

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint.
Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit.
Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert.


Meine Meinung: Seht ihr, wie gut das Buch sich auf unserem Sofa tarnt? :D Kleiner Scherz am Rande. Ich war am Wochenende auch immer recht früh wach und während Tommy noch geschlummert hat, habe ich dann gelesen und bin daher mit dem 6. Buch in der 6. Woche des Jahres fertig geworden. Weiterhin nicht schlecht, wenn ich bedenke, dass ich/wir so viel unterwegs sind. Besonders dieses Buch hier war eh schon längst überfällig, weil ich es schon ewig von Babs ausgeliehen habe (da fällt mir ein, dass ich auch immer noch ein Terry Pratchett Buch von Malte habe...muss mich ranhalten!!).
Wie meistens, wenn Babs mir ein Buch empfiehlt, konnte ich mich auch dieses Mal wieder auf ihren Tipp verlassen.
Zuerst ist mir das Cover aufgefallen, denn es passt eher nicht zu meiner restlichen Buchauswahl. Es ist sehr schlicht und wirkt auf mich irgendwie wissenschaftlich, vielleicht auch durch die schlichte Kombination aus Schwarz und Weiß. Die obere Hälfte zeigt eine farblose Nahaufnahme von einem Blatt, die untere Hälfte einfach nur Autorin und Titel auf weißem Grund. Insgesamt finde ich das Cover nach der Lektüre sehr gut gewählt, denn hier trifft Wissenschaft und Ordnung auf Wildnis und Chaos und das fängt das Cover sehr schön ein.
Die Geschichte spielt in einer Zukunft nach der sogenannten "Langen Nacht". So ganz genau wird gar nicht darauf eingegangen, aber offensichtlich kam es zu Naturkatastrophen, die das normale Leben unmöglich gemacht haben. Zur Zeit dieser Geschichte gibt es die Menschen, die in der Wildnis leben und die jeden Tag versuchen, in der eisigen Kälte zu überleben. Und es gibt die Menschen, die in den Sphären leben. Sphären sind Zentren der Wissenschaft, in denen geforscht wird. Die Menschen dort versuchen, die Versorgungsmöglichkeiten zu verbessern um nach und nach immer mehr Menschen aufzunehmen. Doch die Bewohner der Wildnis fühlen sich im Stich gelassen und ausgebeutet und es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen. Im Buch lernen wir Ria kennen. Sie ist eine Sphärenbewohnerin und eigentlich ziemlich zufrieden mit ihrem Leben.
Doch eines Tages belauscht sie durch Zufall ein Gespräch und das verändert ihr Leben auf einen Schlag. Auf einmal kann sie niemandem mehr trauen und wird gejagt.
Sie und ein paar andere Studenten aus ihrer Sphäre landen schließlich draußen in der eisigen Kälte und müssen schmerzlich erkennen, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint.
Und vielleicht auch, dass sie bislang einiges verpasst haben....


Ich gebe zu, anfangs habe ich mich mit der Lektüre etwas schwer getan. Es tauchen sehr viele Begriffe auf, die ich überhaupt nicht zuordnen konnte (Sphären, Sentinel, Salvatoren etc.), aber nach den Startschwierigkeiten war ich sehr angetan. Eigentlich mag ich es auch viel lieber, wenn sich solche Begriffe durch das Lesen irgendwann selbst erklären, denn ich finde es immer schwer, solche Erklärungen einzubauen, ohne dass es gekünstelt und zu gewollt wirkt.
Im Allgemeinen würde ich sagen, dass sich nach einiger Zeit für den Leser wirklich eine ganze Welt öffnet, denn es gibt viele kleine Details, die am Rande erwähnt werden, die das Verständnis für das größere Ganze prägen (wie z.B. die Unterteilung der Menschen in Vitros und Normalgeborene oder die verschiedenen Studienfächer).


Ria und Aureljo mochte ich sofort, genau wie Sandor und Andris. Generell kann man sich sehr gut mit vielen Figuren identifizieren und kann viele Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Am allerbesten hat mir gefallen, dass es immer wieder Situationen gibt, in denen man wirklich nicht mehr weiß, wem man trauen kann. Und auch Ria lässt bei ihren Verdächtigungen niemanden aus, sie hat nicht die eine Person, der sie blind vertraut. Das macht für den Leser vieles spannender.


Insgesamt habe ich mich beim Lesen von der Stimmung her und der Thematik des Romans sehr an die Tribute von Panem erinnert gefühlt und es hat mir sehr gut gefallen. Ich denke, ich werde mir in den nächsten Tagen Band 2 zulegen.


Würdest du dieses Buch erneut lesen? Ja!



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