Samstag, 13. Februar 2016

Buttermilch-Hefezopf

Es ist schon wieder ein paar Tage her, aber es nie zu spät, um ein Rezept zu posten. Und da heute noch alle Läden aufhaben, bekommt ihr vielleicht selbst Lust und kauft noch schnell dafür ein, denn dieser Buttermilchzopf aus dem Buch "Brot selbst gebacken" von Christiane Müller-Urban passt perfekt zu einem Sonntag! Also schreibt schon mal eure Einkaufsliste:

Zutaten für den Vorteig:
30 g Hefe (3/4 Würfel)
1 TL Zucker
2 EL Mehl
6 EL lauwarmes Wasser (nicht heiß, sonst stirbt die Hefe ;))
Das mischt ihr alles zusammen bis eine glatte Masse entstanden ist und dann lasst ihr diese zugedeckt und an einem warmen Ort eine Stunde ruhen. Nehmt am ruhig eine größere Schale. Ich habe die Masse in einer Dessertschale gehen lassen und die quoll nach einer Stunde schon über :D

Zutaten für den Hauptteig:
750 g Weizenmehl Type 550
1 TL Salz
1 EL Backmalz (hatte ich nicht, hat auch ohne geklappt)
300 mL warme Buttermilch
1 EL flüssiger Honig (ich habe 2 genommen, Honig schadet nie)
1 Msp gemahlener Safran
2 Eier
50 g weiche Butter

Außerdem:
Mehl zum Kneten
Backpapier
1 Eigelb
1 EL Zucker
Hagelzucker zum Bestreuen

Für den Hauptteig mischt ihr das Mehl mit dem Salz in einer Schüssel. Ein einer anderen vermischt ihr die warme Buttermilch mit dem Honig und dem Safran (wir sofort schön gelb :)). In einem dritten Gefäß verschlagt ihr die Eier. Dann gebt ihr den Vorteig zum Mehl und rührt ihn grob unter. Als nächstes kommen die Buttermilchmischung, die Eier und die weiche Butter dazu. Alles mit der Küchenmaschine oder einem Kochlöffel 3 Minuten lang kräftig verrühren.
Danach könnt ihr ein bisschen Workout machen indem ihr den Teig 10 Minuten lang auf einer bemehlten Arbeitsfläche knetet. Arbeitet soviel Mehl in den Teig, bis er nicht mehr klebt und elastisch ist. Der Teig fühlt sich dann ganz toll an <3. 
Und jetzt darf er in einer bemehlten Schüssel noch einmal zugedeckt an einem warmen Ort eine Stunde lang ruhen. In der Zeit verdoppelt sich das Volumen und bei mir sah der Teig anschließend so aus:

Während der Teig so vor sich hin arbeitete, habe ich mich nochmal über den Safran gewundert. Dieses Zeug ist ganz schön teuer! Das Döschen, das ihr hier seht, hat 1,99 € gekostet. Dafür war es randvoll und ich habe ca. die Hälfte für den Teig verwendet. Schmecken tut man ihn hinterher nicht und ich vermute mal, der Zopf schmeckt auch ohne Safran, aber ich dachte mir, dass das Sprichwort "Safran macht den Kuchen gel" sicherlich nicht von ungefähr kommt und geschadet hat es jedenfalls nicht. Sollte ich das Rezept nochmal ohne Safran backen, berichte ich, ob es einen Unterschied macht.


So...der Teig kommt dann nach einer Stunde nochmal auf die bemehlte Arbeitsfläche, wird erneut kurz durchgeknetet und dann in drei gleich große Teile geteilt. Die rollt ihr dann zu ca. 35 cm großen Strängen aus und flechtet einen schönen Zopf daraus. Und nun habt ihr schon wieder Pause, denn nachdem ihr den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt habt, muss er zum letzten Mal gehen. Auch wieder eine Stunde.
Nach 40 Minuten heizt ihr am besten schon mal den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze auf. Dann verrührt ihr das Eigelb mit einem EL Wasser und einem EL Zucker und bestreicht den Zopf damit. Zu guter Letzt kommt der Hagelzucker darauf und der Zopf dann in den Ofen. Laut Buch soll der Zopf ca. 55 Minuten backen, aber ich musste meinen schon nach 10 Minuten mit Alufolie abdecken, weil er sonst zu dunkel geworden wäre und nach 25 Minuten habe ich ihn skeptisch herausgeholt. Aber was soll ich sagen? Er war fertig. Sehr seltsam, aber ich vermute mal, die Backzeit ist ein Tippfehler.
Und so sah der Prachtkerl dann aus:

Ich sag euch: Da kommt echt ein riesen Teil aus dem Ofen. Ich hatte es ja an der Mehlmenge schon vermutet, aber ich war echt froh, dass er noch auf das Blech gepasst hat. Also macht den Zopf lieber nur, wenn ihr Besuch bekommt.

Und noch ein Hinweis: Der Zopf selbst ist nicht süß. Im Buch kommt nicht mal Hagelzucker drauf, sondern Mohn. Da ich solche Zöpfe aber gerne mit Marmelade esse, hat Hagelzucker für mich einfach besser gepasst. Wenn ihr den Zopf pur essen wollt und er etwas süß sein soll, dann würde ich Zucker hinzufügen. Vielleicht 70 g oder so. Müsst ihr das ausprobieren :)

Guten Appetit

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen