Sonntag, 18. Mai 2014

Julias Junggesellinnenabschied

Gestern war es endlich soweit, ein großer Tag stand an, auf den wir alle schon länger drauf hingearbeitet haben. Ich war ganz schön aufgeregt. So ein Essen mit Freunden oder mal eine Kellerparty bei mir ist ja echt kein Ding, aber so ein Junggesellinnenabschied für eine so liebe und langjährige Freundin....das ist schon eine andere Hausnummer. Vor allem wenn man gar nicht alle Eingeladenen kennt. Und ich fühle mich ja direkt immer so komplett zuständig und verantwortlich und male mir immer die schlimmsten Horrorszenarien aus, wenn ich sowas plane. Aber ich hatte zum Glück ein tolles Mädelsteam :)
Morgens bin ich mit Tommy recht früh raus um die Wochenendeinkäufe zu erledigen, den Hausflur noch zu putzen und die Guacamole noch zu machen. Haben wir alles auch gut geschafft und ich habe mich dann noch mit Toast und Spiegelei gestärkt.
Gegen zwanzig vor eins ging es dann auch los zu Julias Papa. Dort war erster Treffpunkt, um schon mal ein bisschen was vorzubereiten. Er hat mir dann alles nochmal gezeigt und gemeint, wir dürften machen, was wir wollen. Er müsse sowieso streichen :D 
Wir haben dann erst mal die ganzen Getränke kalt gestellt, das Essen verstaut, die Betten auf dem Dachboden vorbereitet, uns erst mal kennen gelernt etc. ;) Teilweise kannten wir uns ja noch gar nicht. Wir haben dann noch zusammen am selbstgemachten Hochzeits/Sex-Tabu weitergearbeitet. 
Gegen viertel vor drei ging es dann, kurzfristig doch mit Autos (eigentlich hatte ich Bus und Bahn geplant), zu Julia. Dort haben wir Laura kennen gelernt, eine Freundin von Julia. Wir haben mit ein paar Sektchen angestoßen (ich nenne es: mir Mut angetrunken) und uns Schoten von Vitalijs Junggesellenabschied angehört. Hihi.
Dann ging es auf in die Stadt und ab zum Poledance. Kinder, ihr ahnt nicht, wie skeptisch ich war. Ich persönlich wäre tatsächlich nie auf die Idee gekommen, für Julia so einen Kurs zu buchen, aber als ich mehrfach gehört habe, dass Julia das gut finden würde, haben wir uns doch gemeinsam dafür entschieden. Tja und ich dachte nur "Katja, du und Sport?", "Sexy und elegant?", "Halb nackt an einer Stange tanzen? Vor anderen?"
Als wir bei den Golden Girls ankamen, wurden wir direkt nett von zwei Tänzerinnen empfangen. Sekt stand schon kalt und wir durften uns umziehen. Seltsamerweise hatte ich angenommen, dass wir den Kurs in einem hellen Trainingsraum abhalten. Tatsächlich fand er in der Bar statt, in der die Mädels auch abends tanzen. Macht bei genauerem Nachdenken auch echt Sinn ;). Und das etwas schummrige Licht war a) gut für die Atmosphäre und b) gut für meine Nerven. Dass wir auch in unseren normalen Sportklamotten auf die Bühne durften, war auch ganz nett. Hihi
Yvonne, eine der beiden Tänzerinnen, hat dann angefangen, uns Figuren zu erklären und wir konnten die Figuren dann einzeln nachmachen. Ich fand es sehr gut, dass sie niemanden gezwungen hat, jeder durfte probieren solange er wollte und wer nicht wollte, der musste auch nicht. Ich persönlich kann für mich sagen, dass ich erstaunt über mich selbst war. Von elegant und sexy war ich zwar weit entfernt aber ich habe alles ausprobiert und es hat auch wirklich einigermaßen geklappt :) Genau wie bei allen anderen Mädels übrigens auch. Alle haben mitgemacht, keine hat gekniffen. Fand ich spitze! :) Zwischendurch haben wir Pausen gemacht und die Gelegenheit genutzt, die beiden Mädels ein bisschen über den Beruf als Poledancerinnen auszufragen. War echt spannend! Und zum Abschluss hat eine der Beiden noch für uns getanzt. Damit wir mal sehen, wie Poledance aussehen kann. ;)
Der Kurs sollte anderthalb Stunden gehen, letztendlich waren wir zwei Stunden dort. Man kann also wirklich nicht meckern!
Anschließend ging es zurück zu Julias Papa. Dort konnten wir endlich das leckere Buffet genießen. Es gab Salate, Brot, Dips, Chili, Frikadellen, Muffins. Alles selbst gemacht. Es war köstlich. Danach haben wir noch ein bisschen gequatscht und Julias Fragebogen ausgewertet. Wir haben nämlich vorher schon einen Fragenkatalog zusammengestellt und diese Fragen musste Vitalij dann beantworten. Julia hatte am Samstag dann die Aufgabe, sich zu überlegen, was Vitalij wohl geantwortet hat. Manche Antworten haben genau überein gestimmt, manche waren komplett unterschiedlich. Es war auf jeden Fall witzig ;) Wenn ich an Horton hört ein Hu und den echt schlechten Horrorfilm denke….;)
Und auspacken durfte Julia natürlich auch noch was. Zwar keinen Stripper, sondern nur Geschenke, aber das war ja so gewünscht. Stattdessen gab es einen spitzenmäßigen Schlafanzug und einen extra für die gravierten Shaker für den anstehenden Kurs. :)

Gegen halb zehn trudelte Philipp ein und unser zweiter Kurs des Tages begann. Wir haben ihm noch kurz beim Aufbau geholfen und los ging es. Erst mal mit kleiner Einleitung. Was gehört an Equipment dazu, welche Spirituosen braucht man als Grundstock? Dann haben wir erst mal alles pur probiert und danach ging es an die Cocktails. Digestifs, Aperitifs, Fancy Drinks etc. Ich muss gestehen: Keiner von uns hat alle Cocktails durchgehalten :D Es waren einfach zu viele. Aber saulecker waren eigentlich alle Cocktails und Philipp hat den Kurs sehr locker und lustig geführt. Großes Lob!
Am Ende des Abends hatte auch niemand von uns mehr Lust, aufzuräumen. Daher haben wir mir Philipp ausgemacht, dass wir die ganzen Sachen erst mal behalten und in Ruhe zusammenpacken, sodass er sich die dann später irgendwann abholen kann. Und so sind wir dann alle ziemlich schnell ins Bett gefallen.
Viola, Tanja und ich haben uns noch Gesichtsmasken gemacht und oben musste Julia noch das Hochzeits/Sex-Tabu spielen. Also sie musste uns die Begriffe erklären. Zumindest denen, die noch wach waren. Hat sie aber bombenmäßig hinbekommen. Hihi. Danach sind alle anderen auch eingeschlafen. Ich schätze mal, es war 3 Uhr. Als ich um 9 Uhr am nächsten Morgen aufgewacht bin, waren Jessi, Carina und leider auch Julia schon wach. Grade Julia sollte doch eigentlich nicht aufräumen. Naja…sie ist, wie sie ist. 2 Spülmaschinengänge hätte sie schon durch, hat sie mir direkt erzählt :D. Trotzdem ist mir das unangenehm, schließlich ist das ihr Junggesellinnenabschied, und da soll sie sich doch eigentlich zurücklehnen.
Ab da haben wir dann aber alle brav zusammen aufgeräumt, gewischt, gespült, die Matratzen wieder an ihren Platz gebracht, Essen verteilt und und und… Einen kleinen Schock gab es noch für uns, denn als ich runter kam, saßen Carina und Jessi am Esstisch und haben total deprimiert den Tisch geputzt. Wir hatten am Abend zuvor komplett Alufolie drüber geklebt, um den Tisch zu schützen, aber anscheinend war das keine gute Idee, denn ein bisschen Alk scheint unter die Folie gelaufen zu sein und hat irgendeine chemische Reaktion ausgelöst. Die Alufolie ließ sich an manchen Stellen wohl schlecht abmachen und an einigen Stellen waren ganz helle Flecken auf dem Tisch. Keine Ahnung woran das lag, die Mädels haben jedenfalls ordentlich geschrubbt und am Ende hat man fast nichts mehr gesehen. Wir hätten auch einmal drüber poliert, aber haben keine Holzpolitur gefunden. Ich habs Julias Papa natürlich am Telefon trotzdem gesagt, er fand es zum Glück nicht schlimm. Sowas ist mir ja unangenehm bis aufs Blut! Zum Glück ist Julias Papa gechillt.
Tja…und so schnell war er dann rum, der Junggesellinnenabschied. Das ging so wahnsinnig schnell. Aber es war wirklich witzig. Und ich bin sehr dankbar für die ganze Hilfe und Unterstützung von den Mädels. Danke fürs Mitplanen, für das leckere Essen, für die Hilfe beim Putzen und schrubben, für das Mitmachen beim Poledance-Kurs, für das spontane einspringen als Fahrer um uns alle in die Stadt zu bringen,  für das tapfere Mittrinken der Cocktails und und und. Mit euch kann man gut arbeiten. Und danke natürlich auch an Julia, die den ganzen Spaß mitgemacht hat ;) Wir hoffen, dass wir das  "Ende deiner Freiheit" gebührend gefeiert haben ;)

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