Sonntag, 4. Mai 2014

Grabesstille - Tess Gerritsen


  "Cleverer kann Spannungsliteratur nicht sein. Dies ist keine Leseempfehlung, dies ist ein Lesebefehl. " Lee Child

Klappentext: Jahraus, jahrein werden sie an den schrecklichen Tag erinnert, da in einem Restaurant in Chinatown ein Amokläufer ihre Angehörigen hinrichtete. Dch wer schreibt die Briefe, die besagen, dass der wahre Täter noch immer nicht gefasst sei? Erst als zwei Jahrzehnte später bei einer Stadtführung durch Boston die Leiche einer Frau gefunden wird, die mit einem chinesischen Ritualschwert verstümmelt wurde, wird der alte Fall wieder aufgerollt. Und nicht immer haben Jane Rizzoli und Maura Isles bei den Ermittlungen das Gefühl, es mit einem Gegner aus Fleisch und Blut zu tun zu haben...

Meine Meinung: Wieder mal Tess Gerritsen. Wieder mal Rizzoli und Isles. Und ich stelle wieder mal fest, dass diese Autorin gute Unterhaltung garantiert. Zumindest aus dieser Ermittlerreihe ist wirklich jedes Buch spitze (und mir fehlt nur noch Abendruh). Dieses Mal spielt die Story in Chinatown. Ich selbst war noch nie dort, kenne nur das chinesische Viertel in Düsseldorf ;), war aber direkt gefangen von der Atmosphäre, die Tess Gerritsen geschaffen hat. Chinatown ist in dem Buch ein Ort voller Mysterien, alter Geschichten und alter Tragödien. Eine davon wird durch den Fund einer Leiche wieder hervorgeholt und Rizzoli und Isles müssen tief graben, um das Rätsel zu lösen. Immerhin bekommen sie einen motivierten, kompetenten Kollegen, der Chinatown kennt wie seine Westentasche.
Natürlich tragen wie immer auch die beiden weiblichen Ermittler Rizzoli und Isles einiges zum Roman bei. Beide sind sehr smympathisch und arbeiten super zusammen, auch wenn sie total unterschiedlich sind.
Großartig sind außerdem auch wieder die anderen Figuren wie die undurchsichtige Iris Fang, die harte Schicksalsschläge erdulden musste und bei dem Unglück damals ihren Mann verlor. Oder aber die knallharte Bella, die in der Kampfschule von Iris Fang unterrichtet.
Ganz zu schweigen von dem mysteriösen Wesen, das an verschiedenen Tatorten gesehen wird und teilweise sogar eingreift. Als kleiner Bonus bekommt auch Rizzolis Partner Frost diesmal gefühlt eine etwas größere Rolle.

Wie immer konnte ich kaum aufhören zu lesen, ein richtiger Pageturner. 
Die Auflösung zum Schluss war für mich unvorhersehbar in jeder Hinsicht und absolut heftig. Dass der Fall sich in diese Richtung entwickelt, hätte ich nie gedacht.
Großes Lob! Ich freue mich auf Abendruh :)

(Heute übrigens: Fahrt zum Gladbecker Stadtfest, Kauf von weiteren Blümchen für den Balkon, Backen von Käsekuchen und Amerikanern, Fahrradtour durch Bergen und nach Hordel, Curry kochen, Grill den Henssler gucken und gleich Schlafen.... Muss Morgen fit sein, wenn der Ernst des Lebens wieder losgeht)

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